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    K. Klappenbach: Die Natur als Vorbild

    Friedrich300 - Studien und Vorträge

    Die Natur als Vorbild. Zu Gestaltung, Wert und Bedeutung der Kronleuchter in den preußischen Schlössern im 18. Jahrhundert

    Käthe Klappenbach

    Abstract

    Das Licht und seine Inszenierung gehörten in der Zeit des Barock und Rokoko zu den wesentlichen Bestandteilen des "großen Welttheaters". 1 Einsatz und Wirkung des Lichts waren sehr bewusst arrangiert und folgten zeremoniellen Gesetzen. Die Wechselwirkung zwischen den Lichtinszenierungen im Garten, die die Natur in einen Kunstraum verwandelten, und der Gestaltung des Innenraums nach Motiven aus der Natur wird am Beispiel der Beleuchtungskörper aus der Mitte des 18. Jahrhunderts dargestellt. Besonderes Augenmerk gilt bei diesem Thema den bislang wenig beachteten und untersuchten Kronleuchtern, speziell den nach dem Vorbild der Natur gestalteten. 2 Diese Leuchter lassen sich beispielhaft in den Schlössern König Friedrichs II. von Preußen (1740-1786) finden. Der Beitrag soll eine Anregung sein, die aufgeworfene Problematik im europäischen Rahmen vertiefen und diskutieren zu können.

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    "Nutzen und Vergnügen über alle lebende Geschöpfe zu verbreiten, ist der große Endzweck der Natur; und durch ihre Töchter, die Künste, sucht sie denselben unter den vernünftigen Bewohnern der Erde zu erreichen", schrieb 1786 der Rheinsberger Bauintendant Karl Wilhelm Hennert in der Berlinischen Monatsschrift. Sein Artikel trug den Titel "Ueber die Verwandschaft der Baukunst und der Gartenkunst". Darin bezeichnete er die Baukunst als die älteste Tochter der Natur und die schönen Künste als ihre "Schwestern". 3

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    Die Natur mittels der Kunst zu imitieren und in den Innenraum zu bringen, zählte zu den beliebtesten Ausdrucksformen der Künstler und Kunsthandwerker im 18. Jahrhundert. Vor allem die angewandte Kunst, das Kunstgewerbe und Kunsthandwerk, eignete sich für Umsetzung dieser Idee. In der Mitte des Jahrhunderts, während der Zeit des Rokokos, erreichte die Verzierung von Luxusobjekten nach der Natur ihren Höhepunkt. Sie umfasste alle Bereiche der Raum- und Ausstattungskunst, so die Dekorationskunst oder die Möbelkunst, besonders aber die Gestaltung der Kronleuchter, wie die Beispiele aus den preußischen Schlössern zeigen.

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    Lichtinszenierungen im Freien oder "Illuminationen", wie sie in der Sprache der Zeit hießen, waren außerordentlich wichtige, sehr beliebte und deshalb aufwendige und teure Elemente des höfischen Festes. Sie steigerten die Wirkung einer hohen Lustbarkeit und verwandelten den Garten in einen großen Kunstraum. Äußerst anschaulich definierte dies Julius Bernhard von Rohr in seiner 1733 veröffentlichten Einleitung zur Ceremoniell-Wissenschafft der großen Herren: "Die Illuminationen sind gewisse nach den Regeln der Bau=Kunst und Perspective ausgesonnene Stellungen der Leuchter, Lampen und Fackeln, mit welchen nebst der Mahlerey und andern darzu kommenden Auszierungen bey nächtlicher Weile gantze Gebäude, oder auch Plätze, Gärten u. s. f. erleuchtet werden." 4 Johann Heinrich Zedler beschrieb derlei Inszenierungen in seinem "Universal-Lexicon" von 1732 kürzer und knapper, mehr die Emotion der Zuschauer im Sinn habend, als "eine feyerliche Freuden=Bezeigung, durch angezündete Lichter [...]". 5

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    Der Begriff Illumination wurde in dieser Zeit auch als Synonym für die festliche Beleuchtung fürstlicher Gemächer gebraucht, wie man Julius Bernhard von Rohrs Abhandlung zum "Tafel-Ceremoniel" entnehmen kann: "Es sind zuweilen bey Abend über den Tafeln sonderbahre Illuminationen angebracht. Die Sähle sind nicht allein mit grossen silbernen Cronen, die Aufsätze und vielen Tafel-Leuchter ungerechnet, sondern auch mit grossen Pyramiden, woran wohl etliche tausend cystallene Lampen hängen, die der Hoch-Fürstlichen Personen Nahmen und Jahrzahl vorstellen, ausgeziert; zwischen diesen siehet man auch noch hin und wieder Gemählde, Statuen, Devisen und kleine Illuminationen, die sich zu jeder Solennität schicken, um die Tafel herum." 6

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    Die Kronleuchter, auch als "Lüster" oder "Kronen" bezeichnet, 7 adelten die fürstlichen Repräsentationsräume. Ihre Gestaltung aus kostbaren, Licht reflektierenden Materialien und ihre Position in der Mitte des Raumes machten sie im doppelten Wortsinn zum Glanz- und Höhepunkt einer Raumdekoration. Zudem spendeten Kronen das kostspielige Licht, das die zeremonielle Handlung bestrahlte.

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    Am brandenburg-preußischen Hof wurden in den Repräsentationsgemächern und bei außerordentlichen Festlichkeiten ausschließlich gebleichte Bienenwachskerzen verwendet, bei dem „Aufenthalt des Königs von Pohlen in Berlin […] im Jahre 1728“ waren es für einen Abend 1299 Stück für die „Königl. Gemächer“. 8 Aufbewahrt wurden die Kerzen in der Lichtkammer, die, so wertvoll waren die Kerzen und Lichter, in den verschiedenen kurfürstlichen und königlichen Hofhaltungen des Landes zur Silberkammer zählte. Der Silberkämmerer war für die Ausgabe aller Kerzen zuständig, verantwortlich – und, wegen des Wertes, auch haftbar. Er verteilte die Lichter nach der Hofrangliste. Je höher eine Person dort im Rang stand und je wichtiger der Anlass war, desto mehr Kerzen erhielt sie. Die "Lichtkammerrechnungen" sind deshalb aussagekräftige Dokumente für die Festlichkeiten am Hof, ja für den Alltag dort. Aus ihnen kann man schließen, wie aufwendig, d.h. wie teuer, ein Ereignis war. Zudem spiegeln die Rechnungen die Zusammensetzung des Hofstaates. 9

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    Je wichtiger der Ort, an dem die zeremoniale Handlung stattfand, oder Anlass und Ereignis, umso aufwendiger war die Illumination gestaltet, denn die Menge der brennenden Kerzen und der Glanz des Lichts, trugen zu Ruhm und Ansehen eines Herrschers bei. Sie offenbarten seinen Reichtum und zeigten an, welche Summen er bereit war, für eine Festlichkeit auszugeben. Kronleuchter, jene reich und aufwendig geformten "Kerzenhalter", waren deshalb ein hervorleuchtendes Mittel der dynastischen Selbstdarstellung. Diese Hängeleuchter, die neben den im Alltag benutzten Tisch- und Wandleuchtern nur bei besonderen höfischen Anlässen festlich erleuchtet wurden, waren ausgesprochen anschauliche, weit strahlende höfische Zeichen. Sie nahmen den Rang von Statusobjekten ein. 10 Durch ihre erhabene Position im Raum und ihre Form eigneten sich die Kronleuchter in idealer Weise dafür, Hoheitszeichen und andere Symbole der Macht in ihre Gestaltung einzubeziehen.

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    Selbst bei nächtlichen Geselligkeiten im Freien, bei denen unzählige kleine Leuchtkörper wie Kerzen, Windlichter oder Lampions die gestaltete Natur sichtbar machten, kamen Kronleuchter zum Einsatz. 11 Die Idee dafür lieferte offenbar eine nächtliche Festveranstaltung König Ludwigs XIV. von Frankreich im Jahr 1666. Für die Thetisgrotte im Park von Versailles sind damals zwei Lüster entstanden. Auf Stichen von François Chauveau, 12 die diese berühmte Grotte illustrieren und beschreiben, sind auch ihre außergewöhnlichen Leuchter abgebildet. Chauveaus Stiche geben uns ein anschauliches Bild. Attribute Ludwigs XIV.zieren die Lüster. Bei dem einen bestimmt die mit einer Königskrone geschmückte Lyra das Aussehen, bei dem anderen sind es Bogen und Köcher, die in den Vordergund treten. Das Besondere an den Leuchtern war, dass die mit einer großen Anzahl verschiedener Muscheln und Schnecken dekorierten Arme am Tage als Wasserfontänen dienten und am Abend dann Kerzen trugen. Die verwendeten Farben, Blau und Goldgelb, sollten allegorisch des Sonnenkönigs Strahlen auf das erleuchtete Weltall darstellen. Zwanzig Jahre lang war diese Grotte mit ihren Leuchtern eine der Hauptattraktionen von Versailles und wurde für viele Festlichkeiten genutzt. 13 Durch das dem König unterworfene, inszenierte, sinnbildhafte Gegenüber von Natur und gestaltetem Raum wurden eindrucksvoll Wille und Macht Ludwigs XIV. demonstriert.

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    Ein Gemälde Antoine Pesnes, das um 1744 entstandene Portrait der Schwester Friedrichs II., Prinzessin Amalie als Amazone, offenbart, dass auch in Brandenburg-Preußen bei Gartenfesten Kronleuchter Verwendung fanden. Man darf dies annehmen, selbst wenn es sich bei Pesnes Darstellung um eine fiktive Szene handeln sollte; tatsächlich können wir Anlass und Ort des Festes nicht bestimmen. Im Hintergrund des Bildes stehen Teilnehmer der Festivität und unterhalten sich. Über ihnen ist ein gespanntes Seil sichtbar, an welchem ein Leuchter befestigt ist, um Gesellschaft und Feier zu illuminieren. Der Naturraum, der Garten, wurde auf diese Weise mittels der Illuminationen und weiterer Dekorationen in einen Festsaal verwandelt. An Hand der Darstellung lässt sich jedoch nicht festgestellen, aus welchem Material dieser Kronleuchter gefertigt ist, denn solch ein Typus ist weder im Original noch auf anderen zeitgenössischen Darstellungen überliefert oder in den Schlossinventaren genannt.

    Abb. 1: Pesne, Antoine: Prinzessin Amalie von Preußen als Amazone, GK I 1028. Foto: SPSG, Jörg P. Anders

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    Im Schloss selbst waren oft Innenräume als Gartenlauben oder Grotten gestaltet. 14 Motive aus der Natur zierten ihre Ausstattungsgegenstände, so beispielsweise die Möbel mit ihren Rankenornamenten oder die Wandbespannungen, deren Muster mit Blüten-, Blatt- oder Rankenmotiven gestaltet waren. Besonders auffällig und geeignet war solche Dekorationsweise nach der Natur jedoch für die Beleuchtungskörper und ihre Form. Kronleuchter, die die Natur imitierten, wie auch Wand- und Tischleuchter wurden für fürstliche Auftraggeber aus verschiedensten Materialien gefertigt. Hervorzuheben ist vor allem das Glas, ein transparentes Material, welches überdies noch in verschiedenen Farben verwendet werden konnte. Es eignete sich hervorragend zur Nachahmung von Blüten und Blättern und war wegen des komplizierten Herstellungsverfahrens von besonderer Kostbarkeit. Diese schwierige Kunst, Glas zu formen, beherrschten in außergewöhnlichem Maße die venezianischen Glasmacher. Sie waren – und sind – berühmt für ihre kunstvoll gestalteten gläsernen Kronleuchter, die üppig geschmückten Blumensträußen täuschen d ähnlich sehen. Erste sichere Erwähnung fanden diese in den Inventaren des Garde Meuble in Paris von 1673. 15 Der europäische Adel war dann ein dankbarer Abnehmer dieser filigranen Luxusartikel.

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    Als das ideale Material zur Imitation der Natur erwies sich jedoch das Porzellan. 16 Durch die Formung von Porzellan war es möglich, Gegenstände der Natur so nachzuahmen, dass es zu regelrechten Sinnestäuschungen kam. Tonangebend waren dabei seit der Mitte des 18. Jahrhunderts die Manufakturen von Vincennes bei Paris und von Meißen in Sachsen sowie, nach 1763, auch die Berliner Porzellanmanufaktur, die KPM. Die in diesen Orten nach dem Vorbild der Natur gefertigten Porzellanblüten sind von einzigartiger Qualität und schmückten sehr viele Leuchter. Blätter bestanden in der Regel aus farbig gefasstem Messing- oder Eisenblech. Auch Blüten konnten aus diesem Material gefertigt werden. Mit Blüten, Blättern, Ranken verzierte Kronleuchter waren in der höfischen Gesellschaft sehr beliebt. Die Vielzahl der heute noch in zahlreichen Schlössern Europas, etwa in Italien, Schweden oder Frankreich, erhaltenen Lüster legt davon Zeugnis ab. Aber auch bei Silberleuchtern sind Naturformen häufig nachgeahmt worden, da sich das relativ leicht zu bearbeitende Material für solch feinen Zierrat geradezu anbot.

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    Eine außergewöhnlich große Zahl Si l berleuchter in naturalistischen Formen befand sich bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts im Berliner Schloss. Bei den teueren Kronleuchtern mit Behang aus Bergkristall oder Glas ist die Zahl derer, die ihre Formen der Natur entlehnt haben, weitaus kleiner. Vor allem sind es die Pendeloquen – der Begriff umschließt alle an einem Kronleuchter hängenden Teile aus Bergkristall oder Glas –, die gelegentlich als Laubblätter gestaltet sind. Aber auch kleine, aus unzähligen geschliffenen Perlen geformte Blüten, sowie vielerlei Rosetten und Jasminblüten, die die Verdrahtung der Pendeloquen am Kronleuchter zu kaschieren hatten, imitierten Naturformen. Diese in Italien und Frankreich gefertigten Leuchter waren an den meisten europäischen Fürstenhöfen verbreitet, in besonders großer Anzahl jedoch in den Berliner und Potsdamer Schlössern vorhanden. 17

    <13>

    Von all den Leuchtern, die in den Schlossinventaren der Regierungszeit des Kurfürsten und späteren ersten preußischen Königs Friedrichs III./I. (reg. 1688/1701-1713) erwähnt wurden, ist keiner mehr erhalten. Es waren, neben einigen Silberleuchtern, vor allem Kronleuchter aus Glas, für die die Natur Pate bei der Gestaltung gestanden hatte. Sie befanden sich in den Schlössern Oranienburg, Caputh und Berlin. So ist für das Jahr 1692 der Kauf von drei "Christallenen Cronen" bei einem Glasmacher Ludovico Savonetti, einem Venezianer, im kursächsischen Pretzsch schriftlich belegt. 18 Von diesem Kunsthandwerker ist überliefert, dass er in jener Zeit "grosse prächtige Cronen, Plackers, und Gueridons von hohem preiss, [...] mit mancherley farbigen Bluhmen und von ungemeiner grösse und höhe" hergestellt hat. 19 Nachzuprüfen und im Bild anschaulich machen lässt sich dies nicht mehr, denn die Zerbrechlichkeit des Materials ließ kein einziges Original überleben.

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    Aus der Zeit König Friedrich Wilhelms I. (reg. 1713-1740) sind von den zahlreichen Silberkronleuchtern mit Naturelementen lediglich ausführlichere Beschreibungen aktenkundig; auch von diesen Leuchtern hat keiner die Zeiten überdauert. In den Quellen heißt es einige Male: "überall mit Laubwerck gezieret", "mit einem Busch aus Laubwerck" oder " mit außgearbeiteten Blumen". 20 Diese wohl eindrucksvollen Kronleuchter gingen verloren, weil unter König Friedrich II. der Silberschatz zur Finanzierung seiner Kriege großteils eingeschmolzen wurde, um daraus Münzen zu prägen. Das Silber, das danach noch vorhanden war, wurde gebraucht, um die Preußen von Napoleon auferlegten Kontribituionszahlungen zu leisten.

    <15>

    Während der Regierungszeit Friedrichs II. (reg. 1740-1786) entwickelte sich in Brandenburg-Preußen eine ganz charakteristische Ausprägung des Rokoko, die im Nachhinein die Bezeichnung "Friderizianisches Rokoko" erhielt. In den auf diese Weise gestalteten Interieurs spielten die Naturimitationen eine bedeutende Rolle. Die nach der Natur geformten Dekorationen hoben die begrenzende Funktion des Innenraums auf, beziehungsweise verliehen ihnen den Charakter von Gartenlauben. Derartige Räume findet man in allen friderizianischen Schlössern. Die großartigsten Beispiele sind das Ovale Kabinett des Unteren Fürstenquartiers im Neuen Palais und das sogenannte „Voltairezimmer“ von Schloss Sanssouci.

    Abb. 2a: Ovales Kabinett im Neuen Palais mit Kronleuchter. Foto: SPSG, Wolfgang Pfauder.

    Abb. 2b: Decke des Voltairezimmers im Schloss Sanssouci mit Kronleuchter. Foto: SPSG, Wolfgang Pfauder.

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    In diesem 1752/1753 neu gestalteten vierten Gästezimmer des Weinbergschlosses sind die wie blühende Büsche gestalteten Kron- und Wandleuchter ganz den naturalistischen Motiven der Wand- und Deckendekoration aus vielerlei farbigen Blütenpflanzen und Tieren untergeordnet.

    Abb. 3: Paris und Vincennes, Kronleuchter in Potsdam, Schloss Sanssouci, Voltairezimmer, um 1747. Foto: Wolfgang Pfauder, SPSG

    <17>

    Den Gartenillusionen des Innenraums waren, wie wir gehört haben, die Beleuchtungskörper in der Regel angepasst. Für das Chinesische Haus im Schlosspark von Sanssouci fertigten beispielsweise 1755 die kurz zuvor aus Paris nach Potsdam gekommenen Bronziers Jean Audibert und Pierre Geoffroy einen großen feuervergoldeten Bronzekronleuchter. Er ist als Laube gestaltet, umrankt mit vielerlei Zweigen, die zum Tragen der Kerzen dienen. In dieser Laube sitzt ein Chinese, der einen Schirm hält, eines der chinesischen Schutzsymbole. 21 Den unteren Abschluss des Leuchters bildet die Frucht einer Ananas. Sie ein Sinnbild für Wohlstand und gehobenen Lebenswandel. Hier wurde sie aber möglicherweise als Reminiszenz an die erfolgreichen Bemühungen der preußischen Hofgärtner um die erfolgreiche Kultivierung dieser exotischen Frucht dargestellt. 22 Auf den Kerzenarmen sitzen Phönixe, in China ein Herrschersymbol, das glückbringende Ereignisse ankündigt. 23 Inwieweit diese Symbolik für den Leuchter des Chinesischen Hauses bewusst gewählt wurde, bedarf weiterer Untersuchung.

    <18>

    Die Mode, die Luxusobjekte – unzählige Varianten von Leuchtern, Uhren oder Kaminaufsätze – mittels Naturimitationen aus unterschiedlichen künstlichen Materialien zu schmücken, erfreute sich in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Frankreich, in Preußen wie auch an den meisten anderen europäischen Fürstenhöfen allergrößter Beliebtheit. In Frankreich erreichte sie unter der Madame de Pompadour einen stilbildenden Höhepunkt. Ausgeführt wurden diese phantasievollen Kreationen vor allem bei dem Pariser Händler für königliche Luxusobjekte, Lazare Duvaux. 24 Seine Aufträge und Erfindungen hat er in dem zwischen 1748 und 1758 geführten Livre-Journal minuziös dokumentiert. 25 In der Regel sind die Dekorationen ein Pasticcio, eine Zusammenstellung aus Figuren von Meißner Porzellan ("figures de Sax"), montiert in feuervergoldeter Bronze und reich verziert mit farbig gefasstem, metallenem Laubwerk mit Porzellanblüten und oft auch Teilen aus geschliffenem Bergkristall oder Glas. Beispielsweise lieferte Duvaux am 7. Juni 1751 an Madame de Pompadour "ein[en] Lüster in Form eines Gitterwerkes, bemalt und feuervergoldet, mit sechs Armen, Figuren aus Meißner Porzellan und einer Pyramide aus Bergkristall, die ein jet d’eau (einen Springbrunnen oder eine Wasserfontäne) bildet, über und über verziert mit Porzellanblumen aus Vincennes." 26 Mit dergleichen Decken- und Wandleuchtern aus Bronze mit farbigen Blüten zauberte Madame de Pompadour einen "ewigen Frühling" in die Räume.

    <19>

    Ein unbestrittenes Meisterwerk dieser Art von Kronleuchtern befindet sich auch in einem preußischen Schloss. Es ist mit Sicherheit ein in Paris hergestellter Hängeleuchter, den König Friedrich II. für das Wohnzimmer der Wohnung seines Bruders, des Prinzen Heinrich, im Neuen Palais bestimmt hatte. 27 Wie aus einem märchenhaften Gartenreich entnommen mutet dieser beispiellose Kronleuchter aus feuervergoldeter und farbig gefasster Bronze an. Um seinen Schaft, der exakt wie ein Baumstamm geformt und bemalt ist, sitzen in einer Laube auf roten Decken vier verschiedene kleine Chinesenfiguren, zwei Paare einander zugewandt. Sie sind ebenfalls farbig gefasst. Die acht feuervergoldeten Kerzenarme sind umwoben von Blattranken mit Porzellanblüten aus der Manufaktur in Vincennes. Aus ebensolchem Blattwerk mit Blüten besteht auch der Bas-de-lustre, der untere Abschluss des Lüsters. Beschirmt ist er mit drei sich nach oben verjüngenden Pagodendächern, die ebenfalls eine Farbfassung haben. Kleine Messingglöckchen an den Ecken können den Leuchter bei Bewegungen zum Klingen bringen. Er wirkt wie ein Blumentempel in luftiger Höhe. Die Art seiner Bemalung erinnert an Porzellanmalerei und die Gestaltung ähnelt den Beschreibungen der Arbeiten des schon genannten Pariser Händlers Lazare Duvaux.

    <20>

    Zur Herkunft des Kronleuchters und zu seinem Erwerb sind bisher keine Quellen aufgetaucht. Möglicherweise sind sie bei der Zerstörung des Schlosses Charlottenburg 1943 untergegangen, bei der fast alle Akten über Bau und Ausstattung des Neuen Palais verbrannten. Für die – oft gehörte – Vermutung, dass dieser Kronleuchter von Friedrich II. aus dem Nachlass der 1764 verstorbenen Madame de Pompadour erworben wurde, gibt es keinen Hinweis. Eine andere – unbelegte – Hypothese ist, dass es sich um einen Kronleuchter aus einem der acht auf Befehl Friedrichs II. während des Siebenjährigen Krieges geplünderten oder zerstörten Schlösser des Grafen Heinrich von Brühl in Sachsen handeln könnte.

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    Zu denken wäre an eine Herkunft aus dem Schloss Hubertusburg, der zweiten Residenz des sächsischen Hofes. So befand sich in dem im Auftrag Friedrichs II. im Frühjahr 1761 völlig ausgeplünderten Schloss Hubertusburg im großen Saal, der als Gemäldegalerie genutzt wurde, ein Porzellankronleuchter aus Frankreich. Der englische Reiseschriftsteller Thomas Nugent schilderte ihn in seiner 1756 erschienenen Beschreibung des Schlosses folgendermaßen: "Dort gibt es einen stattlichen Leuchter aus französischem Porzellan, das wahrscheinlich dem sächsischen kaum nachsteht." 28 Von preußischer Seite wurde der Kronleuchter, den man Sachsen mehrfach zum Rückkauf angeboten hatte, mit einer für einen Lüster exorbitant hohen Summe von 25.000 Talern taxiert. Diese Summe übertraf den durchschnittlichen Preis, den König Friedrich für hochwertige französische Bergkristallkronleuchter jemals ausgegeben hatte, um mehr als das Sechsfache. Der Gedanke, dass sich Friedrich II. diese Trophäe für das Neue Palais gesichert und behalten hat, liegt also nahe.

    Abb. 4: Paris und Vincennes, Kronleuchter mit Chinesenfiguren, um 1748. Foto: SPSG, Hans-Jörg Ranz

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    Auch im Potsdamer Stadtschloss, in dem die Wandgestaltung zahlreicher Räume von der Natur inspiriert war, sind Leuchter mit Blütendekorationen aus Porzellan nachgewiesen. 29 So wurde in Paris im Jahre 1768 ein Kronleuchter mit Behang aus Bergkristall angekauft , dessen Gestell die Form von Palmenzweigen gehabt haben soll. 30 Ob die Palme, das Symbol für Berühmtheit, Triumph und Sieg, nach dem überstandenen Siebenjährigen Krieg vom König absichtsvoll als Motiv gewählt worden ist, lässt sich nicht entscheiden. Der Kronleuchter selbst, der dieser Beschreibung entspricht, ist nicht mehr erhalten.

    <23>

    Die seit etwa 1768 bei der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) gefertigten Kronleuchter eines noch unbekannten Entwerfers stellen ein ausdrucksvolles Beispiel für die ideale Eignung von Porzellan zur Nachahmung von Naturformen dar. Ihre Grundform ähnelt dem des beschriebenen Pariser Kronleuchters mit Chinesenfiguren (siehe Abb. 4). Allerdings befinden sich hier die aus Porzellan gebildeten Leuchterteile in der Mehrzahl. In einer kühnen Komposition werden die beiden Materialien Porzellan und Bronze vereint. Alle als belaubte Zweige gestalteten Kerzenarme aus feuervergoldeter Bronze sind mit einer Vielzahl äußerst qualitätvoller Porzellanblüten in mannigfaltigen Arten und Varietäten geziert. Den oberen Abschluss bildet wiederum die Frucht einer Ananas. Das anspruchsvolle Ziel, die gewachsenen Naturformen möglichst wirklichkeitsgetreu aus Porzellan und Bronze wiederzugeben und auf solche Weise mit dem Motiv von illusionistischer Naturnachahmung in künstlichem Material zu spielen, wurde damit erreicht. Drei dieser Leuchter, bei denen es sich um wichtige Prestigeobjekte für Friedrich II. handelte, hingen im Potsdamer Neuen Palais. Weitere verschenkte er als Werbung für die Königliche Porzellan-Manufaktur an andere Höfe, nach Braunschweig, Dresden und Stockholm, nach St. Petersburg, Ansbach und Het Loo. 31

    Abb. 5: Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin, Blüten aus Porzellan von einem Kronleuchter in Potsdam, Neues Palais, 1771, Foto: Uta Scholz, SPSG.

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    Auch in der Meißner Porzellanmanufaktur wurde um 1760 von ihrem berühmtesten Modelleur, Johann Joachim Kändler, ein Kronleuchtertyp entwickelt, den König Friedrich II. für Preußen übernahm und zur Verwendung im Potsdamer Neuen Palais bestimmte. Er besteht vollständig aus Porzellan und unterscheidet sich grundlegend von den Porzellanleuchtern der KPM. Seine eher bieder wirkende Gestaltung in Form der traditionellen Schaftkronleuchter, bei denen sich um einen Schaft in der Mitte, der „Seele“, die Kerzenarme und Verzierungen anordnen, ist jedoch vollkommen materialgerecht. Bestechend sind die bis ins kleinste Detail ausgeformten schmückenden Elemente aus unterschiedlichsten, naturgetreu nachgeahmten Blüten und Blättern und die Blütenarrangements der Bemalung. Vorbild für die Gestaltung waren wohl die berühmten venezianischen Glaskronleuchter, denn in beispiel loser Weise sind hier Glastechniken und Formen von Glaskronleuchtern in Porzellan übertragen worden. 32 Das betrifft besonders die Pendeloquen in Tropfenform, die hier in Blumenkörbchen verwandelt wurden, bei denen jede Blüte ihre Entsprechung im Pflanzenreich hat. Mit Sicherheit nicht ohne Absicht platzierte Friedrich II. im Unteren Fürstenquartier des Neuen Palais in zwei nebeneinander liegenden Räumen einen Berliner und einen Meißner Porzellankronleuchter.

    Abb. 6: Johann Joachim Kändler, Porzellanmanufaktur Meißen, Kronleuchter, 1762. Foto: SPSG, Wolfgang Pfauder

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    In den Raumkompositionen des friderizianischen Rokoko überwiegen die Natur- und Gartenmotive. Integrale Bestandteile davon sind die kunstvoll gestalteten Kronleuchter, die als wichtige Elemente höfischer Raumausstattungen zu werten sind. Die Nachahmung der Natur war ein wesentliches Bestreben bei der Fertigung dieser Ausstattungsstücke. Dabei geht die Bedeutung der naturalistischen Schmuckelemente vermutlich selten über eine rein dekorative hinaus. Das Streben lag in der Nachahmung floraler und vegetabiler Formen in künstlichem Material, zumeist Glas, Porzellan und auch Silber, die damit durch die Kostbarkeit der Werkstoffe und die Kunstfertigkeit der Entwerfer und Handwerker veredelt wurden. Die Natur wurde auch in Form der Kronleuchter in den Innenraum integriert, der umgebende Naturraum – die Schlossgärten und Parks – hingegen künstlich gestaltet und geformt, wobei selbst Kronleuchter unter freiem Himmel Verwendung fanden: Die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum wurden fließend. Die Natur blieb auch in der folgenden Zeit ein beliebtes Vorbild auf allen Gebieten der angewandten Kunst, erreichte aber nie wieder eine solche Blütezeit wie im Rokoko.

    Autorin:

    Dr. Käthe Klappenbach
    Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
    Abteilung Schlösser und Sammlungen
    PF 601462
    14414 Potsdam
    k.klappenbach@spsg.de



    1 Zum Begriff Welttheater siehe Richard Alewyn: Das große Welttheater. Die Epoche der höfischen Feste, 2. erw. Aufl., München 1989.

    2 Ausführliche Beschreibung der Entwicklung des Kronleuchters siehe Käthe Klappenbach: Kronleuchter mit Behang aus Bergkristall und Glas sowie Glasarmkronleuchter bis 1810. Bestandskatalog der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Mit einem Beitrag von Edith Temm, Berlin 2001.

    3 Berlinische Monatsschrift, 1, 1786, 367. http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/aufkl/berlmon/berlmon.htm <19.04.2014>.

    4 Julius Bernhard von Rohr: Einleitung zur Ceremoniell-Wissenschafft der großen Herren. Berlin 1733, 838.

    5 Johann Heinrich Zedler: Universal-Lexicon. Leipzig 1732, Bd. 14, 292.

    6 Rohr: Einleitung (wie Anm. 4), 105.

    7 Die Bezeichnung "Lüster" oder "Luster", die sich seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in Bayern, Österreich und einigen slawischen Ländern etablierte, ist vom französischen Begriff 'lustre' (glänzend) abgeleitet. In Mittel- und Norddeutschland und im nördlichen Europa ist der Begriff "Krone" oder "Lichterkrone" gebräuchlich.

    8 GStAPK, I. HA, Rep. 36, Nr. 2960/1, S. 10, 10v. Der Preis pro Kerze betrug 2 Groschen und insgesamt 108 Taler und 6. Groschen. Heute kostet eine gebleichte Bienenwachskerze mindestens 6 € und 1299 Stück 7.794,-- €.

    9 Klappenbach, Kronleuchter (wie Anm. 2), 12-17.

    10 Käthe Klappenbach: Kronleuchter als Symbole der Macht. Der Einfluss von Herrschaftsinsignien und Herrscherinitialen auf die Gestaltung. in: Historia in Museo. Festschrift für Frank-Dietrich Jacob, hg. von Volker Schimpff / Wieland Führ, Langenweißbach 2004, 289-293.

    11 " Zur Nachtzeit werden nicht allein die Lustgebüsche, sondern auch die Teiche und Canäle, bey denen mancherley Lustbarkeiten vorgenommen werden, auf unterschiedene Weise mit Fackel und Lampen illuminiert.", Rohr: Einleitung (wie Anm. 4), 876.

    12 1613-1676, französischer Zeichner, Kupferstecher, Radierer und Maler.

    13 Michael Petzet: Die Thetisgrotte in Versailles, in: Die Gartenkunst des Barock, ICOMOS, Hefte des Deutschen Nationalkomitees XXVIII (1997), 27-48.

    14 Dazu jetzt Michaela Völkel: Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies: Der Garten im Innenraum, in: Königliche Gartenlust im Park Sanssouci. Inszenierung, Ernte und Genuss, hg. von der Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Berlin, München 2014, 115-122.

    15 Jules M. Guiffrey: Inventaire Général du Mobilier de la Couronne sous Louis XIV. (1663-1715), 2 Bde., Paris 1885-1886, Bd. 1, 93.

    16 Siehe auch Käthe Klappenbach: Der Traum vom ewigen Frühling: Duftender Blütenzauber aus Porzellan und Seide, in: Königliche Gartenlust im Park Sanssouci. Inszenierung, Ernte und Genuss, hg. von der Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Berlin, München 2014, 132-135.

    17 Ausführliche Informationen zu den Kronleuchtern mit Behang aus Bergkristall und Glas in Klappenbach: Kronleuchter (wie Anm. 2), passim.

    18 GStA PK, I. HA, Rep. 9, EEE, Paket 2, Blatt 690, 691.

    19 Robert Schmidt: Das Glas. 2. Auflage, Berlin 1922 , 131,132. Als Quelle nennt Schmidt einen vor 1922 im Stadtarchiv in Zerbst noch erha ltenen Kontrakt mit den Glasmachern Bernardo Marinetti und Ludovico Savonetti.

    20 SPSG, Graphische Sammlung, Hist. Inventare Nr. 27, pag. 1-3.

    21 Patricia Bjaaland Welch: Chinese art: a guide to motifs and v isual imagery, Tokyo [u.a.] 2008,195.

    22 Gerd Schurig: Ananas – eine königliche Frucht, in: Schön und nützlich. Aus Brandenburgs Kloster-, Schloss- und Küchengärten, hrsg. vom Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdam/Berlin 2004, 162.

    23 Welch: Chinese art (wie Anm. 18), 80 und Arno Krause: Das Chinesische Teehaus im Park von Sanssouci, Potsdam 1963, 70.

    24 Bertrand Rondot: Vom Rokoko zum Klassizismus, in: Madame de Pompadour und die Künste, Ausstellungskatalog, Musée national des châteaux de Versailles et de Trianon 2002, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München 2002, National Gallery London 2002-2003, hg. von Xavier Salmon, München 2002, 251. Siehe auch Friederike Wappenschmidt: Madame Pompadour und die Kunst, 1. Teil: Die Regentin des " Empire de lux " , in: Weltkunst 11 (1989), 1618-1621 und dies.: Madame Pompadour und die Kunst, 2. Teil: Die belle alliance” mit dem Kunsthändler Lazare Duvaux, in: Weltkunst 12 (1989), 1774 - 1777.

    25 Lazare Duvaux: Livre-Journal de Lazare Duvaux, Marchand Bijoutier ordinaire du Roi 1748-1758, hg. von Louis Courajod, Paris 1873.

    26 Duvaux: Livre-Journal (wie Anm. 23), 86. "Un lustre en forme de treillage peint & doré d’or moulu, à six branches, avec de figures de Saxe & une pyramide de cristal de roche, formant le jet d’eau, garni partout en fleurs de Vincennes."

    27 Käthe Klappenbach: Ein Pariser Kronleuchter mit Chinesenfiguren. Exotische Gartenimitation aus Bronze und Porzellan, in: Kunst in Preußen. Hans-Joachim Giersberg zum 65. Geburtstag, hrsg. von der Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Berlin 2003, 65-72.

    28 Zitiert nach Thomas Liebsch: Das Schicksal der Gemäldegalerie König Augusts III. von Polen im Jagdschloss Hubertusburg im Siebenjährigen Krieg, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 33 (2006/2007), 43-57, 43 und 49. Tobias Knobelsdorf: Die Plünderung von Schloss Hubertusburg im Frühjahr 1761, in: Ausstellungskatalog "Die Königliche Jagdresidenz Hubertusburg und der Frieden von 1763", Schloss Hubertusburg vom 28. April bis 5. Oktober 2013, hg. von Dirk Syndram / Claudia Brink, Dresden 2012, 181-194, Anmerkung 31, 214.

    29 SPSG, Graphische Sammlung, Hist. Akten, Nr. 216, p. 3 (Konzept des Inventares von 1780): „Neu braunschweigische Kammern, 3. Zimmer nebenbey“ [...] "2 Girandol Leuchter mit porcellainen Blumen, 1 Cronleuchter mit dergl. Blumen".

    30 "monté […] sur une carcasse en forme de branches de Palmier." Schreiben des für Kunstankäufe in Paris für Friedrich II. tätigen Agenten Louis François Mettra an den Vorleser des Königs Heinrich Alexander de Catt bei Paul Seidel: Friedrich der Große als Sammler, in: Jahrbuch der Königlich-Preußischen Kunstsammlungen 15 (1894), 91.

    31 Winfried Baer: Kat. Nr. 103 "Großer Kronleuchter zu 21 Kerzen", in: Ausstellungskatalog Kaiserlicher Kunstbesitz aus dem Holländischen Exil Haus Doorn, Staatliche Schlösser und Gärten Berlin, Berlin 1991, 111-113.

    32 Käthe Klappenbach: Venetian Chandeliers from the 16th Century onward and their Influence on Chandelier Production in Europe and Brandenburg-Prussia, in: Study Days on Venetian Glass, approximately 1600’s, hg. von Rosa Barovier / Cristina Tonini, Venedig 2014, 141-151.

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    PSJ Metadata
    Käthe Klappenbach
    Die Natur als Vorbild. Zu Gestaltung, Wert und Bedeutung der Kronleuchter in den preußischen Schlössern im 18. Jahrhundert
    CC-BY-NC-ND 3.0
    Frühe Neuzeit (1500-1789)
    Preußen bis 1947
    Kunstgeschichte
    17. Jh., 18. Jh.
    4015701-5 4005184-5 4073883-8 4123592-7
    Kronleuchter, Illumination, Gartenkunst, Nachahmung, Natur
    1570-1750
    Europa (4015701-5), Bedeutung (4005184-5), Kunsthandwerk (4073883-8), Kunstwerk (4123592-7)
    PDF document klappenbach_natur.doc.pdf — PDF document, 993 KB
    K. Klappenbach: Die Natur als Vorbild
    In: Studien und Vorträge zur preußischen Geschichte des 18. Jahrhunderts der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
    URL: https://prae.perspectivia.net/publikationen/friedrich300-studien/klappenbach_natur
    Veröffentlicht am: 12.01.2015 16:00
    Zugriff vom: 29.03.2020 22:47
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