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Prof. Dr. Walter Krämer: Statement

Geisteswissenschaft im Dialog - Die Wissenschaftssprache der Zukunft. Abschied vom Deutschen?

Prof. Dr. Walter Krämer

Zur Person

geboren 21. 11. 1948 in Ormont, Eifel; verheiratet, 2 Kinder

1969-1976 Studium der Mathematik und Wirtschaftswissenschaften in Mainz

1976 Diplom in Mathematik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

1979 Promotion zum Dr. rer. pol., Johannes Gutenberg-Universität Mainz

1984 Habilitation für Ökonometrie, Technische Universität Wien

Berufsstationen Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Statistik der Universität Mannheim; Assistant Professor, University of Western Ontario, Kanada; Assistenzprofessor, Institut für Höhere Studien, Wien; Professor für Empirische Wirtschaftsforschung, Universität Hannover

seit 1988 Ordentlicher Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik am Fachbereich Statistik der Universität Dortmund; verschiedene andere Rufe abgelehnt;

Gastprofessor in Shanghai, Bielefeld und Wien

Publikationen Über 30 Bücher und mehr als 200 sonstige wissenschaftliche Veröffentlichungen zu Statistik, Ökonometrie, Gesundheitsökonomie sowie Sozial- und Sprachpolitik

Akademische Funktionen:

1990-1994: Vorsitzender des Vereins zur Förderung des schulischen Statistikunterrichts

1996-2004: Gewählter Fachgutachter für Statistik der Deutschen Forschungsgemeinschaft

1999-2003: Mitglied des wissenschaftlichen Beratergremiums für den 1. Armuts- und Reichtumsbericht der deutschen Bundesregierung

1999-2003: Mitglied des wiss. Beirats für das Niedrigeinkommenspanel (NIEP)

2002-2004: Fachausschussvorsitzender für die gesamten Wirtschaftswissenschaften der Deutschen Forschungsgemeinschaft

2003-2007: Vorsitzender des Ökonometrischen Ausschusses des Vereins für Socialpolitik, Mitglied des Ausschusses zur Begutachtung von Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Aktuell:

Vorsitzender des Wissenschaftsrates des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsforschungsinstituts (RWI); Mitglied des Vorstandes des DFG Sonderforschungsbereiches 475 „Komplexitätsreduktion in multivariaten Datenstrukturen“; Mitherausgeber bzw. Mitglied des Herausgebergremiums der Zeitschriften Statistische Hefte, Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv, Empirical Economics, Computational Statistics und Austrian Journal of Statistics; Chefherausgeber des German Economic Review

Sonstiges:

Gründer (1997) und 1. Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache e. V.; Träger des Deutschen Sprachpreises 1999; Mitglied der Jury für den Kulturpreis Deutsche Sprache; zweimal hintereinander (2005 und 2007) in der vom Politmagazin Cicero aufgestellten Liste der 500 einflußreichsten deutschen Intellektuellen

Statement

Warum brauchen wir Deutsch als Wissenschaftssprache?

Weil wir sonst auf ewig in der zweiten Liga bleiben. Es ist eine Sache, die Ergebnisse des Forschens einem weltweiten Publikum zu übermitteln. Das kann und sollte durchaus in einer Sprache geschehen, die der Mehrzahl der Forscher weltweit auch verständlich ist, heute also Englisch. Etwas anderes ist aber der Geburtsprozess dieser Ideen, der Schöpfungsakt, mit dem Gedanken und Theorien überhaupt erst die Welt betreten. Die meisten Menschen denken kreativ nur in ihrer Muttersprache. Wenn wir also nicht nur das Verbreiten, sondern auch das Entstehen von Gedanken, Theorien und Ideen auf einer BSE-Ebene gestalten (Basic Simple English), so wie sie heute in Deutschland leider immer mehr zum Standard wird, behindern wir ohne Not unsere mentale Kreativität.

PSJ Metadata
Statement
PDF document kraemer_statement.doc.pdf — PDF document, 184 KB
Prof. Dr. Walter Krämer: Statement
In: Die Wissenschaftssprache der Zukunft. Abschied vom Deutschen? (Geisteswissenschaft im Dialog, 06.05.2008, München - Bayerische Akademie der Wissenschaften)
URL: https://prae.perspectivia.net/publikationen/gid/2008-05-06/kraemer_statement
Veröffentlicht am: 16.02.2016 15:50
Zugriff vom: 13.07.2020 06:46
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