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    Einführung: Ist der Drops gelutscht? Trends der deutschen Sprache und der Dialekte

    Geisteswissenschaft im Dialog - Ist der Drops gelutscht? Trends der deutschen Sprache und der Dialekte

    Einführung: Ist der Drops gelutscht? Trends der deutschen Sprache und der Dialekte

    Das Deutsche ist die meistgesprochene Muttersprache in der Europäischen Union und wird zu den zehn wichtigsten Sprachen der Welt gezählt. Als eine lebendige Sprache befindet es sich in ständigem Wandel, passt sich neuen kommunikativen Bedürfnissen ebenso wie gesellschaftlichen Veränderungen an. Höhere Mobilität, Tourismus, Massenmedien, EDV oder auch Unterhaltungsmusik beschleunigen die alltägliche Sprachentwicklung. Neue Erfindungen wie MP3-Player oder das Phänomen der „Aldisierung" müssen benannt werden. Aus anderen Sprachen übernommene Wörter werden mit Mitteln der deutschen Wortbildung neu geformt, wie simsen, oder aus anderen Sprachen entlehnt, wie googeln und Latte machiato. Neue Formen der deutschen Sprache entstehen ebenfalls, wenn größere Gruppen in Deutschland lebender Migranten oder deren Kinder Deutsch als Fremdsprache erlernen.

    Auf der einen Seite entstehen zahlreiche neue Wortschöpfungen in der deutschen Sprache. Auf der anderen Seite scheinen regionale Besonderheiten und insbesondere die Dialekte gegenüber der Fülle an Neuschöpfungen an Bedeutung zu verlieren. Gleichzeitig ist aber auch in einigen Regionen Deutschlands eine Rückbesinnung auf eigene Dialekte zu beobachten, die nicht zuletzt durch den Schulunterricht auf Hochdeutsch auszusterben drohen. In Deutschland haben sich etliche Vereine dem Ziel verschrieben, die deutsche Sprache zu retten, zu wahren, zu fördern oder auch „zu reinigen". Doch wie viele Fremdwörter und Neuschöpfungen verkraftet unsere Sprache und unsere Kultur wirklich? Ist der gedankenlose Einsatz englischer Bezeichnungen im öffentlichen Leben statt eingeführter deutscher Begriffe noch zu stoppen? Wird die deutsche Sprache mit Anglizismen überfrachtet? Müssen wir tatsächlich gegen sie ankämpfen? Welche Veränderungen und Entwicklungen wirken auf unsere Sprache am stärksten? Sterben die deutschen Dialekte und Mundarten aus? Welche generellen Trends lassen sich beobachten?

    Referenten/Moderator

    Prof. Dr. Ludwig M. Eichinger

    Institut für Deutsche Sprache, Mannheim (Leibniz-Gemeinschaft)
    Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz
    Zur Person / Statement

    Dr. Astrid Menz

    Orient-Institut Istanbul
    Stiftung DGIA
    Zur Person / Statement

    Prof. Dr. Anthony Rowley

    Bayerische Akademie der Wissenschaften, Kommission der Mundartforschung
    Zur Person / Statement

    PD Dr. Barbara Stiebels

    Zentrum für allgemeine Sprachwissenschaften, Berlin
    Zur Person / Statement

    Moderator: Knut Cordsen

    Bayerischer Rundfunk

    Die Diskussion als MP3

    PSJ Metadata
    Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland
    Einführung
    Ist der Drops gelutscht? Trends der deutschen Sprache und der Dialekte
    CC-BY-NC-ND 3.0
    Neuere Zeitgeschichte (1945-heute)
    Deutschland / Mitteleuropa allgemein
    Sprache
    21. Jh.
    4011882-4 4113292-0 4056449-6 4182511-1 4056484-8
    2000-2012
    Deutschland (4011882-4), Deutsch (4113292-0), Sprache (4056449-6), Sprachentwicklung (4182511-1), Sprachpflege (4056484-8)
    PDF document einfuehrung.doc.pdf — PDF document, 187 KB
    Einführung: Ist der Drops gelutscht? Trends der deutschen Sprache und der Dialekte
    In: Ist der Drops gelutscht? Trends der deutschen Sprache und der Dialekte (Geisteswissenschaft im Dialog, 08.06.2011, Bayerische Akademie der Wissenschaften)
    URL: https://prae.perspectivia.net/publikationen/gid/2011-06-08/einfuehrung
    Veröffentlicht am: 24.02.2012 11:15
    Zugriff vom: 28.09.2020 10:59
    abgelegt unter: