Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

I. Allihn: "eitel Spektakel und Kurzweil", aber auch "ein seer schön und nützlich Spiel"

Kulturgeschichte Preußens - Colloquien 3 (2016)

Ingeborg Allihn

"eitel Spektakel und Kurzweil", aber auch "ein seer schön und nützlich Spiel"

Schulcomödien und Fastnachtsspiele im 16. und 17. Jahrhundert in den Residenzstädten Berlin und Cölln

Abstract

Unabhängig von der höfischen Musik hatte sich im 16. und 17. Jahrhundert im Kurfürstentum Brandenburg ein buntes frühbürgerliches Musikleben entwickelt. Träger waren vor allem die drei Stadtpfarrkirchen: St. Nikolai, St. Marien und St. Petri. Doch auch die beiden Klöster, bis 1536 das "Schwarze Kloster" und das "Graue Kloster", in dem 1574 das "Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster" gegründet wurde. 1539 war Joachim II. Hektor zum Protestantismus übergetreten. Fortan kam den Kantoraten eine besondere Bedeutung bei der Erziehung der Jugend zu. In den Weihnachts- und sonstigen Theaterspielen, insbesondere seit dem 17. Jahrhundert in den wirkungsvollen Schuldramen bzw. Schulcomödien, sahen ihre Verfasser, häufig die lutherischen Schul-Rektoren, ein geeignetes Medium. Die Schuldramen wurden häufig mit Musik, mitunter sogar mit Tänzen aufgeführt. Daneben besaßen in der Ständegesellschaft die Handwerker, Bauern, Tagelöhner und andere sozial untere Bevölkerungsschichten ihre eigenen Lustbarkeiten.

<1>

"Das Leben in der Mark besteht in nichts als im Essen und Trinken."1 So der Eindruck von Johannes Trithemius (1462-1516). Trithemius, einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Frühhumanismus und Abt des rheinland-pfälzischen Benediktiner-Klosters Sponheim, hatte ihn offenbar 1505 während einer Reise in die brandenburgisch-kurfürstliche Doppelstadt Berlin-Cölln gewonnen. Nüchtern stellte er fest, dass die Märker "durch die vielen Festtage und […] das starke Saufen ihren Tod beschleunigen; denn in beiden Stücken übertreffen sie die übrigen Deutschen".2

<2>

An der Schwelle vom 15. zum 16. Jahrhundert blühte in der Doppelstadt Berlin-Cölln die Kultur scheinbar nur im Verborgenen. Doch war das wirklich so? Und wie sah sie überhaupt aus, die damalige Doppelstadt? In gebotener Kürze sollen einige wichtige Stationen ihrer Geschichte bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges skizziert werden. Die Wurzeln der Stadt liegen, wie jüngste Ausgrabungen gezeigt haben, im frühen 12. Jahrhundert.3 Damals hatten sich Einwanderer aus anderen deutschsprachigen Gebieten hier niedergelassen – an einer Stelle, an der sich schon bald wichtige Handelswege kreuzen sollten. Sie hatten planvoll geradlinige Straßen angelegt und später beide Siedlungen mit zwei Brücken verbunden, die über die vielarmige Spree führten. Auf dem ersten Stadtplan der "Residentz Stätte Berlin und Cölln an der Spree", um 1650 exakt gezeichnet vom "Churf. Brandenb. Ingenieur" Johann Georg Memhardt – die nach ihm benannte Memhardt-Straße am Alexanderplatz erinnert noch heute an seine Verdienste – umschließt ein Festungsgürtel das mittelalterliche Berlin-Cölln. Er wurde, später erweitert und erneuert, in den Jahren 1734 bis 1737 abgerissen.

Die drei Stadtpfarrkirchen

<3>

Den Mittelpunkt von Berlin bildeten die beiden Kirchen St. Nikolai, 1237 erstmals erwähnt, und St. Marien, 1294 beurkundet. Zwischen ihnen stand das Berlinische Rathaus, ganz in der Nähe des heutigen Roten Rathauses. Jüngst wurden einige Grundmauern des Berlinischen Rathauses bei archäologischen Grabungen freigelegt. Am nordwestlichen Rand des mittelalterlichen Berlins, am ehemaligen Spandauer Tor, befand sich das 1272 beurkundete Heiliggeist-Spital mit seiner Kapelle. Und dicht an der Stadtmauer, nicht weit von St. Nikolai und St. Marien entfernt, hatten die Franziskaner das im Jahr 1244 erstmals erwähnte "Graue Kloster" gebaut. Es sollte im Musikleben der Doppelstadt noch eine äußerst wichtige Rolle spielen. Geblieben sind nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch die Ruinen der Klosterkirche – und im Stadtarchiv wertvolle Dokumente, auch für dieses Thema.4

<4>

In Cölln, am anderen Ufer der Spree, bildete auf der einen Seite die 1237 in einer Urkunde5 bestätigte Kirche St. Petri mit einer Lateinschule und dem Cöllnischen Rathaus ein Zentrum.6 In der Urkunde ist von einem Pfarrer Symeon aus Cölln: Symeon plebanus de colonia, die Rede. Er war am 28. Oktober 1237 in einem Rechtsstreit als Zeuge aufgetreten. Zum allerersten Mal wird damit die St. Petri-Kirche dokumentiert. Auf der anderen Seite verwies das in der Mitte des 15. Jahrhunderts erbaute kurfürstliche Schloss (1443-1451 errichtet) mit seiner "dhumkerke", der ehemaligen Kirche des 1550 bereits nicht mehr vorhandenen Dominikanerklosters, unübersehbar auf ein weiteres Machtzentrum der Doppelstadt. Alle drei Kirchen, Brennpunkte städtischer Identität und öffentlicher Kommunikation, waren von Märkten umgeben. St. Nikolai vom Alten Markt, St. Marien vom Neuen Markt und St. Petri vom Fischmarkt – bereits der Name des Simon Petrus, Jünger Jesu und Schutzpatron u.a. der Fischer, der Netze-Macher und Schiffer, verweist darauf. Nachdem sich im Jahr 1307 die beiden Städte Berlin und Cölln unter einer gemeinsamen Verwaltung vereinigt hatten, blühten Gewerbe und Handel auf. Bereits zu Beginn des 15. Jahrhunderts lebten in den ungefähr 700 Häusern, gebaut auf einem Quadratkilometer Stadtfläche, ca. 6.000 Menschen. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts hatte sich dann die Einwohnerzahl bereits verdoppelt.

<5>

Es gibt nur noch wenige bauliche Zeugnisse aus dieser Frühzeit der Doppelstadt. Zu ihnen gehört das kleine Stück der mittelalterlichen Stadtmauer in der Waisenstraße. Berlins älteste Gaststätte "Zur letzten Instanz" lehnt sich an dieses Stück an. Die Tatsache, dass die Stadtmauer als Rückwand für einige Häuser diente, hat diesen "Rest" davor bewahrt, geschleift zu werden.

Kultur - und Musikgeschichte der Residenzstädte Berlin-Cölln

<6>

Im Folgenden soll es um die Kultur - und speziell die Musikgeschichte der Doppelstadt gehen. Seit die Mark Brandenburg 1417 zum Kurfürstentum erhoben worden war, hatten die Städte Berlin und Cölln den Rang von Residenzstädten erhalten. In diesem Zeitraum, vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, kommt der Musik- und Kulturgeschichte jenseits der höfischen Aktivitäten eine besondere Bedeutung zu. Denn es sind häufig die Nebenwege, die zur Hauptstraße führen und dann dort die Richtung bestimmen. Noch ehe die "Appolini et Musis" im 1742 eröffneten königlich-preußischen Opernhaus Unter den Linden den Ton angeben konnten, hatten sie im "Grauen Kloster" der Franziskaner längst Einzug gehalten. Das "Schwarze Kloster" der Dominikaner war bereits 1536 aufgelöst worden. Die Kirche dieses Klosters gehörte seither zum Domstift und diente, nun als Domkirche, zur Grablege der Hohenzollern. Das "Graue Kloster" dagegen hatte sich in dem hier betrachteten Zeitraum zu dem Kulturträger der Doppelstadt entwickelt. Wie überhaupt die Klöster und ihre "Kantorate" an Schulen und Gymnasien vom 16. bis 18. Jahrhundert die wichtigsten Träger des Musiklebens mitteldeutscher Städte waren.7 Zumal Berlin-Cölln weder eine Universität besaß – sie wurde erst 1810 gegründet – noch eine Kathedrale mit angegliederter Kathedralschule. Wohl aber existierten nicht nur bei St. Nikolai und St. Marien Schulen, sondern auch bei St. Petri eine Lateinschule. Aus ihr ging die Cöllner Stadtschule und später das Cöllnische Gymnasium hervor. Wenigstens erwähnt werden muss hier auch das 1622 nach Berlin übergesiedelte Joachimsthalsche Gymnasium.

<7>

Am 1. November 1539 war Kurfürst Joachim II. Hektor zum Protestantismus übergetreten – und, wie damals üblich, folgten ihm die Ratsherren von Berlin-Cölln, aber auch die Bürgerschaft sowie das gesamte Kurfürstentum. Danach ordnete der Kurfürst eine Bestandsaufnahme nicht nur der kirchlichen Situation, sondern auch der Bildungseinrichtungen an. Bereits 1540 erschien gedruckt zu Berlin die "Kirchen Ordnung im Churfurstenthum der Marcken zu Brandenburg / wie man sich beide mit der Leer und Ceremonien halten soll".8 Den Schulvisitationen wiederum, deren Ergebnisse in der "Brandenburgischen Visitations- und Konsistorialordnung" von 1540 dokumentiert sind, ist zu entnehmen, dass sich (z.B. 1573) die Vermittlung von Bildung in der Doppelstadt auf einem Tiefstand befand.9 Also schritt der Kurfürst zur Tat. Er berief einen neuen Rektor an die Cöllnische Petri-Schule: den 1521 in Hamburg geborenen Heinrich Knaust, der in Wittenberg bei Martin Luther studiert hatte. Knaust ist der Verfasser eines Weihnachtsspiels, das zu Epiphanias am 6. Januar 1541 in St. Petri aufgeführt wurde. Seine Widmung lautete: "Churfürstlichen Gnaden zu Brandenburg, meinem allergnedigsten Herrn, zu Ehren, einem erbaren wolweisen Rat und ganzer Gemeine zu Wolgefallen."10

Erste dramatische Theater-Spiele

<8>

Unter dem Titel "Ein seer schön und nützlich Spiel / von der lieblichen Geburt unsers Herren Jesu Christi" erschien das Stück noch im selben Jahr gedruckt in der "Offizin Hans Weiss".11 Weiss hatte 1540 das Privileg bekommen, die überhaupt erste Druckerei in der Doppelstadt eröffnen zu können. Mit dem "Seer schön und nützlich Spiel" besitzen wir damit das erste erhaltene schriftliche Zeugnis eines dramatischen Werkes, das in der Doppelstadt aufgeführt worden ist. Zugrunde liegen der Dichtung die bekannten, allerdings nun bearbeiteten Texte aus dem Lukas- und dem Matthäusevangelium. Die dort erzählte Weihnachtsgeschichte wird durch Gesänge strukturiert, durch Luther-Lieder, die wir noch heute singen: "Vom Himmel hoch da komm' ich her" (Text: 1535, Musik: 1539), oder "Gelobet seist du, Jesu Christ" (Text und Musik 1524). Diese Lieder besaßen eine dramaturgische Funktion. Sie markierten Höhepunkte oder akzentuierten den Fortgang der Handlung.12 Ein weiteres Beispiel ist das 1586 ebenfalls bei Weiss gedruckte Weihnachtsspiel "Von der Geburt Christi / unnd Herodis Bluthundes / als dieser letzten zeit / fürbilde / mit allem fleis gestellt" des Christoph Lasius. Lasius, seit 1546 Prediger an St. Nikolai, hatte wie Knaust bei Luther in Wittenberg studiert. Das Weihnachtsspiel wurde am 2. Februar 1549 aufgeführt.13

<9>

Possenhafte Elemente, wie sie beim Volk zum Beispiel in der Hirtenszene beliebt waren, wurden in diesen Stücken stets vermieden. Heiterkeit dagegen war sehr wohl willkommen. Denn Luther sah in Komödien durchaus eine Möglichkeit zur sittlichen Erziehung der Jugend. So heißt es bei ihm: "Comödien zu spielen soll man um der Knaben in der schule willen nicht wehren, sondern gestatten und zulassen. erstlich dass sie sich üben in der lateinischen Sprache, zum andern, dass in comödien fein künstlich erdichtet, abgemalet und fürgestellet werden solche Personen, dadurch die Leute unterrichtet und ein Jeglicher seines Amts und Standes erinnert und vermahnet werde, was einem Knecht, Herrn, jungen Gesellen und Alten gebühre, wol anstehe, und was er thun soll."14 Im Unterschied zu den in der katholischen Kirche gepflegten und sehr beliebten Mysterienspielen, die ihren sittlichen Anspruch zwar, wie die Weihnachts-Comödien, aus der Bibel ableiteten, besaßen die 'neuen' Comödien reformatorischer Autoren eine pädagogische Zielsetzung. Da, so Luther, "darinnen beschrieben und angezeigt die listigen Anschläge und Betrug der bösen Bälge, desgleichen was der Eltern und jungen Knaben Amt sey, wie sie ihre Kinder und jungen Leute zum Ehestand zu ziehen und halten, wenn es Zeit mit ihnen ist, und wie die Kinder den Eltern gehorsam seyn und freien sollen…. Solches wird in Comödien fürgehalten, welches denn sehr nütz und wohl zu wissen ist".15 Auf diese Weise verlagerte sich die dramatische Kunst schon bald ausschließlich in die Schulen.

Das "Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster"

<10>

So war es nur folgerichtig, dass der Kurfürst die Pfarrschulen von St. Marien und St. Nikolai auflöste und 1574 in den Räumlichkeiten des "Grauen Klosters" eine Landesschule stiftete: das nachmals so berühmte "Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster". Denn auch der letzte Mönch des nach der Reformation 1539 zum Aussterbekloster erklärten Ortes war inzwischen (1572) "gestorben und gar ehrlich zu Erden bestattet worden".16 Also standen die Räume zur Verfügung. Für die nächsten Jahrhunderte war das "Berlinische Gymnasium" eng mit St. Nikolai und St. Marien verbunden: Ihre Kantoren waren zugleich auch Musik- und Gesangslehrer am Gymnasium. Als ein Beispiel sei hier der bedeutende Nikolai-Kantor Johann Crüger genannt, der von 1622 bis 1662, also für ganze vierzig Jahre diese Tätigkeit ausübte.17 Fortan zogen die Schülerchöre Sonntag für Sonntag u.a. mit ihren jeweiligen Kantoren in die beiden Kirchen und gestalteten dort die Gottesdienste mit. Die erste Schulordnung von 1576/77, die 1579 vom Kurfürsten bestätigt wurde, forderte einen würdigen Schülergesang. Um das zu gewährleisten, sollte der "Cantorem mit dem Volk allein [die deutschsprachige Psalmen] singen […], damit allerlei Confusion verhütet werde".18 Vor allem aber sollte der Schülerchor auf die Gemeinde hören und "die Litaneyen langsam und deutlich […] singen, damit es das Volck eigentlich verstehen möge".19

<11>

Doch neben dem Gesang zur Ehre Gottes konnten die Bürger die Schülerchöre mitsamt ihrer Lehrer auch bei diversen Festumzügen bewundern, zum Beispiel am Tag der Schulgründung des "Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster", dem 13. Juli 1574, ferner zum Gregoriustag am 12. März, an dem Gregor I., der Große (um 540-604; ab 590 Papst), als Schutzpatron u.a. der Lehrer, Studenten und Schüler geehrt wird; oder zum Martinstag ("Martini") am 11. November (bezogen auf Martin von Tours, 316/17, den "Apostel Galliens"), wenn – bis heute in katholischen Gegenden – von Haus zu Haus gezogen wird. Und natürlich waren die Schülerchöre auch während der Fastnacht oder zum Neujahrsfest unterwegs. Ihr Gesang war allerdings ebenso bei den sogenannten Kasualien, wie bei Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstagen hoher Persönlichkeiten und ähnlichem gefragt.

Schuldrama - Schulcomödie

<12>

Vor allem aber traten die Schüler mit Schuldramen bzw. Schulcomödien an die Öffentlichkeit. Der deutsche Humanismus hatte die Anregungen der römischen Humanisten, das antike Drama wiederzubeleben, aufgegriffen. In Erasmus von Rotterdam (1466 oder 1469 -1536), in dem 1517 durch Kaiser Maximilian zum Dichter gekrönten Ulrich von Hutten (1488 - 1560) oder in Philip Melanchthon (1497-1560) hatte er seine bedeutendsten Vertreter gefunden. Melanchthon zum Beispiel bemühte sich erfolgreich, das Hoch- und Lateinschulwesen neu zu ordnen. Ausdrücklich wurde in den Schulordnungen u.a. festgelegt, dass die Schüler Comödien resp. Schuldramen einstudieren und aufführen sollten. Von Anfang an wird "die pädagogische Bedeutung von Aufführungen antiker Dramen" betont. "man sah in ihnen ein wirksames Mittel zur Ausbildung klassischer Latinität und Umgangsformen".20 Nach ihrem Vorbild entstanden an den protestantischen Lateinschulen die Schuldramen. Sie wurden zumeist mit Musik aufgeführt, in der Regel mit einstimmigen Chorkompositionen. Da die dem Druck beigegebenen Melodien tanzartigen Charakter haben, nimmt man an, dass zu den Chorliedern getanzt wurde.21 Die Lateinschulen respektive Gymnasien waren durch die Schuldramen so zum ideellen Erbe der Humanisten geworden. Doch erst als Humanismus und Reformation zusammentrafen und sich miteinander verbanden, bemüht um die Erziehung der Jugend, erhielt das Schuldrama sein ideales Wirkungsfeld. Aufführungen gehörten fortan zum Turnus des Schuljahres. In den Dramen bzw. Comödien waren die klassischen Bildungsideale "virtus" (Tüchtigkeit, Tapferkeit) und "eloquentia" (Beredsamkeit) sowie - durch biblische Stoffe - die "pietas" (Milde, Güte, Pflichtgefühl) eine fruchtbare Verbindung eingegangen.22 Den Weg dazu geebnet hatten vor allem Johann Agricola (1494-1566), ab 1540 Hofprediger des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg, dem u.a. auch die erste hochdeutsche Sprichwortsammlung zu verdanken ist. Neben den ursprünglich rein pädagogischen Absichten eroberten sich Schuldrama resp. Schulcomödie schon bald eine allgemeine gesellschaftliche Anerkennung.

<13>

Durch Luther und seine Tischreden ermuntert, waren die Verfasser der Schulcomödien in der Regel die Lehrer an den Gymnasien, so auch beim "Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster". Vor der Reformation hatte man die Dramen griechischer und römischer Klassiker in der jeweiligen Originalsprache einstudiert. Nun waren es häufig Werke aus der Feder der eigenen Lehrer, die die Schüler jetzt selbstverständlich in ihrer Muttersprache, der deutscher Sprache, einstudierten und aufführten. Wobei die volkssprachigen Schulcomödien eine reiche musikalische Ausgestaltung geradezu herausforderten, eine musikalische Begleitung durch Instrumente und Gesang, mit Zwischenaktmusiken und mitunter sogar mit einer Motette als Einleitung. So wurde zum Beispiel die vierstimmige Evangelienmotette (Nr. 33) aus Georg Rhaus (1488-1548) "Symphoniae iucundae atque adeo brevis" (Angenehme Harmonie bis zur kurzen Abreise, mit einer Vorrede von Martin Luther 1538 in Wittenberg gedruckt) am "Berlinischen Gymnasium" als Vorspiel zu Joachim Greffs (um 1510-1552) "Lazarus" vom Schülerchor gesungen.23 Doch leider ist, im Unterschied zu Rhaus Motette, kaum Aufführungsmaterial anderer musikalischer Beiträge zu den Schulcomöden bzw. Schuldramen überliefert, da man sich in der Regel bereits vorhandener Kompositionen bediente. Carl Martin Plümicke erwähnt in seinem "Entwurf einer Theatergeschichte von Berlin" mitunter zwar, dass zu einem bestimmten Schuldrama Musik erklungen sei, doch ein Autor wird in der Regel nicht genannt. So heißt es zum Beispiel zu dem im Jahr 1660 aufgeführten Trauerspiel "Der verfolgte David": "Nachdem das Chor der israelitischen Jungfrauen, dem König Saul mit Gesang und Reygen, mit Pauken und Geigen entgegen gekommen und gesungen:"24, und hier folgt der Text des Gesangs. Wer ihn vertont hat, wird jedoch nicht mitgeteilt.

Spielstätten

<14>

Und der pädagogische Zeigefinger, der vor der Reformation in den lateinischen Schuldramen stets deutlich erhoben wurde? Er war in der Regel inzwischen verschwunden. Fortan dienten Schulcomödie bzw. Schuldrama einem allgemeinen öffentlichen Interesse, gleichermaßen gefördert und mit Wohlwollen betrachtet von den Ratsherren und dem Kurfürsten. So stellten die Ratsherren sowohl des Berlinischen als auch des Cöllnischen Rathauses des Öfteren ihren jeweiligen Rathaussaal für Aufführungen zur Verfügung, genauso wie der Rektor das Auditorium des "Berlinischen Gymnasiums".

<15>

Für die Aufführung wurde ein Podium errichtet, um das im Halbkreis das Publikum saß. Wie in der Antike war das Podium hinten von einer Rückwand begrenzt. Ferner hatte die Bühne für Auf- und Abtritte verschiedene Öffnungen, die durch Vorhänge verschlossen werden konnten. Erst später gab es den uns bekannten Vorhang, mit dem die ganze Bühnenfront den Blicken der Zuschauer entzogen wird. Die Handlung konnte sich an ein und demselben Ort abspielen. Ein Ortswechsel wiederum musste glaubhaft vollzogen werden. Eine Herausforderung sowohl an den Stückeschreiber wie auch an die Protagonisten oder den "Regisseur".25

<16>

Seit Kurfürst Johann Sigismund 1613 zum Calvinismus konvertiert war, die Ratsherren jedoch, aber auch die gesamte Bürgerschaft und ganz besonders die Geistlichkeit beim Luthertum geblieben waren, hatte es zwischen den beiden Parteien immer wieder erhebliche Spannungen gegeben. Ein Faktum, das hier nur am Rande erwähnt werden kann.26 Nur so viel: Die Spannungen wirkten sich auch auf die Aufführungen der Schuldramen wie überhaupt auf das Theaterwesen aus. So mussten zum Beispiel reisende Schauspielertruppen bei Hofe ein Verzeichnis der Stücke einreichen, die gespielt werden sollten. Dort wurden die Stücke dann ob ihres allgemeinen Inhalts und ihrer Sittlichkeit geprüft.27 Auch gab es immer wieder strenge Vermahnungen. So berichtet Carl Martin Plümicke, Verfasser etlicher Theaterstücke und eines "Entwurfs einer Theatergeschichte von Berlin", von "geschärfte(n) Rescripte(n)".28 Sie waren wegen der Aufführung einer Komödie am 10. September 1629 (während des Dreißigjährigen Krieges) "im Saal auf dem Rathhause" an die "Collegien beider Schulen in hiesiger Residenz" und an den Magistrat, der den Rathaussaal dafür zur Verfügung gestellt hatte, gerichtet. Darin heißt es: "Wir haben eine schwere Kriegslast auf dem Halse, worunter der meiste Haufe im Lande heftig gepresst und gequetscht wird…Abscheuliche und sehr giftige Seuchen haben sich hin und her im Land verspüren lassen… Und Ihr wollt durch Euer unehrbares Komödienspiel noch Ursach dazu geben, damit des Volkes nur gar zu viel zu Haufe laufen möge? …Wir verweisen Euch derowegen solches auf's Schärfste mit angeheftetem scharfen Befehl, nichts dergleichen in diesen Zeiten anzufahn, oder unausbleiblich anderer Ordnung gewärtig zu sein."29 Es wurde "dergleichen fürs künftige vorzunehmen ernstlich untersagt".30 Dem Magistrat wurde "bey schwerer Verantwortung untersagt, dergleichen Spiele wiederum zu verstatten, es sey denn, dass sich die Zeiten gebessert".31

<17>

Nach Kriegsende, ab 1648, so berichtet es Plümicke, präsentierten die Schüler der Bürgerschaft wieder ihr schauspielerisches Talent. Leider wird die dabei erklungene Musik nur selten erwähnt. Doch für das Jahr 1671 ist dokumentiert, dass für ein Stück über Alexander den Großen "die Musik […] vom Cantor Koch verfertigt war".32 Gemeint ist Kantor Hermann Koch (1638–1697), der von 1668 bis 1697 an St. Nikolai gewirkt hatte und zugleich als Musiklehrer am "Berlinischen Gymnasium" tätig war. Und 1674 wird "beym ersten Jubiläo des Berlinischen Gymnasii" – es wurde 1574 gegründet – "auf dem grossen Saal des Berlinischen Rathauses ein Actu oratorio de Herculis laboribus" mit "Vokal- und Instrumentalmusik abgehalten".33 Von wem, wird nicht verraten. Diese Reihe ließe sich noch lange fortführen, denn leider sind wertvolle Stimmbücher und Manuskripte den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen. Die geringen ausgelagerten Bestände werden heute in der Berliner Ratsbibliothek, Abteilung "Seltene Drucke" aufbewahrt.34

Fest- und Freudentage

<18>

Doch womit beschäftigten sich die Bürger der beiden Residenzstädte Berlin und Cölln in ihrer Freizeit, wenn sie keinem Spektakel zujubelten? Wobei Freizeit-Beschäftigung ein fragwürdiger Begriff ist, wenn wir ihn ganz allgemein für den Zeitraum anwenden, um den es hier geht: das 16. und 17. Jahrhundert. Denn, so der Historiker Paul Münch, "die […] Freizeit besaß eine Struktur, die von den uneinheitlichen Verhältnissen der Ständegesellschaft abhängig war. [… ] Die Adligen sprachen von 'Muße', wenn sie ihre von […] 'unedler' Handarbeit freien Tätigkeitsformen beschrieben; […] die Gelehrten, die sich dem Geistesadel zurechneten, gebrauchten diesen Begriff (ebenfalls) und meinten damit ihr exklusives Vermögen kreativer philosophischer Reflexion. Die übrigen Schichten der Bevölkerung bezeichneten die nicht von Arbeit besetzten Stunden, Tage und Wochen mit vielen unterschiedlichen Begriffen: Sie sprachen u.a. von Fest-, Freuden- und Feiertagen, von 'guten Tagen' oder vom 'blauen Montag'. Die von allen mehr oder weniger respektierten arbeitsfreien Tage waren die Sonntage".35

<19>

Diese wurden auch von den Reformatoren kaum in Frage gestellt. So gibt es nur selten einen Visitationsbericht aus den beiden Jahrhunderten, in dem nicht beklagt wird, dass das dritte Gebot "Du sollst den Feiertag heiligen" nicht eingehalten wird.36 Da werden an diesem Tag Geschäfte abgewickelt, für die in der Woche keine Zeit geblieben war; man schließt Verträge, trifft Verabredungen, tauscht wohl auch Neuigkeiten aus. Ja, geklagt wird in den Visitationsberichten ebenfalls über das "Vollsaufen vor und unter der Predigt". Und weiter heißt es: "Andere rügen, dass Tänze abgehalten und Spiele, ja sogar Märkte veranstaltet würden – nicht selten unter großem Lärm und mit erheblichem Spektakel."37 Einen allerdings nur ganz schwachen Eindruck von der Kirche als Kirche, aber auch als Begegnungs-, Unterhaltungs- und durchaus auch Marktort um 1616 bekommt man, wenn man sich das Gedächtnisbild für das Ehepaar Kötteritz anschaut, das heute in der Berliner Nikolaikirche hängt. Da sind u.a. der Schülerchor und die Kurrende zu sehen, ferner alles, was sich zwischen Taufe und Beerdigung abspielt, selbst ein Hündchen läuft an der Leine mit seiner wohlhabenden Besitzerin durch das Gotteshaus, vorbei an einem behinderten Bettler.

<20>

Neben den Sonntagen waren es die Fest- und Feiertage, an denen man arbeitsunabhängigen und stets geselligen Vergnügungen, eben "eitel Spektakel und Kurzweil"38 nachgehen konnte. Wobei – besonders in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) – "die tagtägliche Bedrohung von Leib und Leben, Hab und Gut" häufig bei den Berliner Bürgern eine "verzweifelte Genusssucht" hervorrief : "Da hat es müssen gefressen, gesoffen, gespielt, bankettiert und buhliert sein, da hat man alle Gasthöfe, Schenken, Wein- und Bierkeller voller Gesellschaft gesehen, die sich toll und voll gesoffen und bis in die Nacht hinein geschwärmt, sich auch mit Trommeln, Pfeifen, Geigen etc. aufwarten lassen…und öfters hat man Komödianten auch wohl in den Kirchen …eitel Spektakel und Kurzweil machen lassen. "39 Besondere Bedeutung kommt den Schuldramen bzw. Schulcomödien zu. Obwohl auch im Kurfürstentum Brandenburg nach der Reformation 1539 viele Feste aus dem Jahreskalender gestrichen worden waren, behielt man die Christusfeste (Weihnachten, Ostern und Pfingsten) bei. Und auf einige Heiligenfeste, Apostel- (zum Beispiel den Tag Johannes des Täufers am 24. Juni oder den Michaelstag am 29. September) und Marienfeste mochte man ebenfalls nicht verzichten. Die Advents-, Fasten- und Passionszeiten blieben gleichfalls im Luthertum bedeutsam. Dabei waren sich die Theologen einig, dass diese Feste dem Gottesdienst und der religiösen Besinnung dienen sollten und nicht den häufig ausufernden Trinkgelagen, Schlemmereien, Schlägereien und Tanzereien oder "lasterhaftigere Ergetzungen".40 Bei Taufen dagegen, bei Hochzeiten und anderen Festen wurde offensichtlich getanzt. Hierzu spielten Drehleier und Dudelsack, Sackpfeife, Flöte, Fidel und mitunter auch ein Bass.

<21>

Jeder Stand besaß seine eigenen Tänze: die Ratsherren und Richter genauso wie die Kaufleute, die Ackerbürger genauso wie die Handwerker, zum Beispiel die Woll- und Leineweber oder die Bäcker, denen bereits am 18. Juni 1272 vom Rat zu Berlin das Gilderecht verliehen worden war.41 Es besitzt bis zum heutigen Tag Geltung. Alle Innungen und Zünfte pflegten ihre eigenen Tänze. Überliefert sind sie uns leider nur durch Berichte.

<22>

Es hat sich gezeigt, dass es im 16. und 17. Jahrhundert in den beiden Residenzstädten Berlin und Cölln neben der höfischen Musik ein hochinteressantes, lebendiges und vielschichtiges frühbürgerliches Musikleben gegeben hat: Einerseits durch die Kantoreien an den Lateinschulen und Gymnasien, vorallem am "Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster". Besondere Bedeutung kommt hierbei den Schuldramen bzw. Schulcomödien zu. Sie wurden zu den unterschiedlichsten, sowohl religiösen als auch weltlichen Anlässen aufgeführt. Andererseits durch, Fastnachtsspiele, Lustbarkeiten bei Familienfesten und ähnlichem, eben "durch eitel Spektakel und Kurzweil".42

Autorin:

Dr. Ingeborg Allihn
Otto-Braun-Strasse 84
D-10249 Berlin
e-mail: i.allihn@arcor.de



1 Zitiert nach Wolfgang Schneider: Berlin – eine Kulturgeschichte in Bildern und Dokumenten, Leipzig/Berlin 1983, 54.

2 Schneider: (wie Anm. 1), 54.

3 Michael Malliaris: Unter dem Staatsrat ruht ein Kloster – Dominikaner in Cölln, in: Archäologie in Deutschland, Verband der Landesarchäologen der Bundesrepublik Deutschland (Hg.), Darmstadt 2011, 221.

4 Wilhelm Poeschel: Materialsammlung und Rechercheergebnisse zum Projekt 500 Jahre geistliche Musik aus Berlins historischer Mitte, unveröffentlicht, Archiv Marien Kantorei Berlin 2009.

5 Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik, hg. vom Verein für die Geschichte Berlins: 1232 bis 1550, Berlin 1880. Claudia Melisch/Marina Wesner: St. Petri-Kirche – Ein Rundgang durch das historische Cölln in Berlin, Berlin 2008, 11, 53.

6 Melisch/Wesner: St. Petri-Kirche (wie Anm. 5), 15.

7 Wolf Hobohm: Vorwort, in: Struktur, Funktion und Bedeutung des deutschen protestantischen Kantorats im 16. bis 18. Jahrhundert, Oschersleben 1997, 9 (= Magdeburger Musikwissenschaftliche Konferenzen III).

8 Schneider: Kulturgeschichte (wie Anm. 1), 74.

9 Lars Klingberg: Kirchenordnungen im 16. und 17. Jahrhundert, in: Ingeborg Allihn /Wilhelm Poeschel (Hg.): Wie mit vollen Chören. 500 Jahre Kirchenmusik in Berlins historische Mitte, Beeskow 2010, 98. Schneider: Kulturgeschichte (wie Anm. 1), 92.

10 Johannes Bolte: Drei märkische Weihnachtsspiele des 16. Jahrhundert, in: Märkische Forschungen 1 (1926), 33.

11 Ältester bekannter Berliner Theaterdruck im Format 15 x 11cm, in: Ratschulbibliothek Zwickau, Sig. 16.9.34/2.

12 Ruth Freydank: Theater in Berlin. Von den Anfängen bis 1945, Berlin 1988, 17f.

13 Schneider: Kulturgeschichte (wie Anm. 1), 18.

14 Freydank: Theater (wie Anm. 12), 19; Expeditus Pater Schmidt: Die Bühnenverhältnisse des deutschen Schuldramas und seiner volkstümlichen Ableger im 16. Jahrhundert, in: Forschungen zur neueren Literaturgeschichte 14 (1903), 6.

15 Freydank: Theater (wie Anm. 12), 19.

16 Schneider: Kulturgeschichte (wie Anm. 1), 92.

17 Joachim Hoffmeister: Der Kantor zu St. Nikolai, Berlin 1964; Christian Bunners: Johann Crüger (1598-1662) – Berliner Musiker und Kantor, lutherischer Lied- und Gesangbuchschöpfer, Berlin 2012 (= Kunst-, Musik- und Theaterwissenschaft, 11).

18 Susanne Knackmuß: Frau Musica am Grauen Kloster. Schüler und Kantoren zwischen Schulbank; Chorempore und Leichenstein, in: Allihn / Poeschel: Kirchenmusik (wie Anm. 9), 117.

19 Ingeborg Allihn: Das Kantorat am Berlinischen Gymnasium zum Grauen Kloster im 17. und 18. Jahrhundert, in: Struktur, Funktion und Bedeutung des deutschen protestantischen Kantorats (wie Anm. 7), 30.

20 Karl-Günther Hartmann: Art. Schuldrama, in: MGG, 2. Aufl., Kassel / Basel usw. 1998, Sachteil: Bd. 8, Spalte 1144.

21 Hartmann: Schuldrama (wie Anm. 20), Spalte 1144.

22 Hartmann: Schuldrama (wie Anm. 20), Spalte 1145.

23 Eberhard Möller: Joachim Greff und die musikalische Gestaltung des protestantischen Schuldramas in Mitteldeutschland, in: Musikgeschichte in Ost- und Mitteleuropa H. 6, Leipzig 1992, 201-208. (https://www.gko.uni-leipzig.de/fileadmin/user_upload/musikwissenschaft/pdf_allgemein/arbeitsgemeinschaft/heft6/Heft6_211-220.pdf <08.08.2016>)

24 Carl Martin Plümicke: Entwurf einer Theatergeschichte von Berlin, Berlin 1781, 50f.

25 Freydank: Theater (wie Anm. 12), 19.

26 Klingberg: Kirchenordnungen, in: Allihn/Poeschel: Kirchenmusik (wie Anm. 9), 94ff.

27 Plümicke: Theatergeschichte (wie Anm. 24), 31.

28 Plümicke: Theatergeschichte (wie Anm. 24), 44.

29 Feydank: Theater (wie Anm. 12), 21.

30 Plümicke: Theatergeschichte (wie Anm. 24), 45.

31 Plümicke: Theatergeschichte (wie Anm. 24), 45.

32 Plümicke: Theatergeschichte (wie Anm. 24), 53.

33 Plümicke: Theatergeschichte (wie Anm. 24), 53.

34 Allihn: Kantorat, in: Struktur, Funktion und Bedeutung des deutschen protestantischen Kantorats (wie Anm. 7), 29. Peter P. Rohrlach: Die Bibliothek des ehemaligen Berlinischen Gymnasiums zum Grauen Kloster, in: Beiträge zu Berliner Bibliotheksgeschichte 1 (1980), 7ff.

35 Paul Münch: Lebensformen der frühen Neuzeit, Frankfurt am Main / Berlin 1992, 414ff.

36 Das Gebot gehört zu den Zehn Geboten der christlichen Ethik, dokumentiert u.a. in der Bibel im 2. Buch Mose, Kapitel 20, Verse 2-17 oder im 5. Buch Mose, Kapitel 5, Verse 6-21.

37Münch: Lebensformen (wie Anm. 35), 418.

38 Schneider: Kulturgeschichte (wie Anm. 1), 112.

39 Schneider: Kulturgeschichte (wie Anm. 1), 112.

40 Schneider: Kulturgeschichte (wie Anm. 1), 112.

41 Urkunden-Buch zur Berlinischen Chronik (wie Anm. 5), 11.

42 Schneider: Kulturgeschichte (wie Anm. 1), 112.

Lizenzhinweis: Dieser Beitrag unterliegt der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung (CC-BY-NC-ND), darf also unter diesen Bedingungen elektronisch benutzt, übermittelt, ausgedruckt und zum Download bereitgestellt werden. Den Text der Lizenz erreichen Sie hier: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/

PSJ Metadata
Ingeborg Allihn
"eitel Spektakel und Kurzweil", aber auch "ein seer schön und nützlich Spiel"
Schulcomödien und Fastnachtsspiele im 16. und 17. Jahrhundert in den Residenzstädten Berlin und Cölln
de
CC-BY-NC-ND 4.0
Frühe Neuzeit (1500-1789)
Brandenburg
Theater, Tanz, Theatergeschichte, Musikgeschichte
16. Jh., 17. Jh.
Weihnachtsspiel, Schuldrama, Schulcomödie, "Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster", protestantisches Kantorat, Spielstätten, deutsches Humanistendrama
1500-1700
Berlin (4005728-8), Cölln, Spree (16062584-1), Residenzstadt (4177837-6), Spektakel (4182161-0), Musikpflege (4128827-0), Theaterspiel (4140879-2)
PDF document allihn_schulcomoedien.doc.pdf — PDF document, 296 KB
I. Allihn: "eitel Spektakel und Kurzweil", aber auch "ein seer schön und nützlich Spiel"
In: 450 Jahre Staatskapelle Berlin - eine Bestandsaufnahme: Die Entwicklung der Hofmusik von der kurfürstlichen Kapelle von Brandenburg zum Hoforchester des ersten Königs in Preußen. Beiträge des dritten Colloquiums in der Reihe "Kulturgeschichte Preußens - Colloquien" vom 16. bis 18. Oktober 2015, hg. von Lena van der Hoven (KultGeP - Colloquien 3)
URL: https://prae.perspectivia.net/publikationen/kultgep-colloquien/3/allihn_schulcomoedien
Veröffentlicht am: 07.09.2016 12:25
Zugriff vom: 07.04.2020 08:00
abgelegt unter: