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E. Mühle: Einführung in die Fragestellung und Diskussion

Lelewel-Gespräche 4/2011

Eduard Mühle

Einführung in die Fragestellung und Diskussion

Gab es das "Dienstsystem" im mittelalterlichen Polen – oder was war das ius ducale?

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Wie ist es den seit der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts auf dem Gebiet des heutigen Polen zu einer großräumigen, monarchischen Herrschaft gelangten Piasten gelungen, ihren Herrschaftsanspruch in der Praxis durchzusetzen? Welche Instrumente und Verfahren haben sie entwickelt, um eine in weit verstreuten Siedlungskammern lebende Bevölkerung ihrer Herrschaft zu unterwerfen und welche Mechanismen haben sie eingerichtet, um mithilfe dieser Bevölkerung ihre Herrschaft materiell zu begründen und abzusichern? Die aktuellen Lehr- und Handbücher geben auf diese zentralen Fragen der polnischen Mediävistik ebenso eindeutige Antworten wie die maßgeblichen Nachschlagewerke.

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So schreibt Stanisław Szczur in seiner seit 2002 mehrfach neu aufgelegten Geschichte des polnischen Mittelalters: "Der polnische Staat wird von seinen Anfängen bis zum 13. Jahrhundert in der allgemeinen Historiografie als ein 'Staat des ius ducale ' bezeichnet. […] Das Fürstenrecht ( ius ducale ), das sich zu Beginn der Staatlichkeit herausbildete, sollte alle Lebensbereiche im Staat regeln. Dieser Begriff bezieht sich in der Historiografie auf das Ensemble der verschiedenen Rechte des Herzogs in Bezug auf die Bevölkerung oder auf Güter, die auf der Gerichtshoheit und der Eintreibung unterschiedlicher Leistungen, Abgaben und Dienste von der gesamten Bevölkerung sowie auf der Festlegung des herzoglichen Friedens ( mir ) und der Bestimmung der Regalien, das heißt der herzoglichen Monopole, beruhten. […] Die herzoglichen Monopole bildeten das Fundament der ökonomischen Dominanz und der politischen Macht im Staat und ermöglichten es, der gesamten Bevölkerung ein ganzes System unterschiedlicher Leistungen zugunsten des Staates aufzuzwingen. Diese bildeten einen Teil der sogenannten Lasten des ius ducale , welche in unterschiedlichem Grade alle Bewohner betrafen." Die Bevölkerung, deren fundamentale soziale Schicht die Dorfbewohner bildeten, trug die "Lasten des Fürstenrechts sowohl in kollektiver als auch in individueller Dimension. […] Ein beträchtlicher Teil von ihr war von den gewöhnlichen Pflichten freigestellt und erfüllte stattdessen spezialisierte Dienste und Leistungen zugunsten des Herzogs. Dies betraf das sogenannte dem Herzog dienstbare Volk." 1

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In einer anderen grundlegenden, neueren Synthese der piastischen Geschichte lesen wir, dass mit der Errichtung dieses Systems des Fürstenrechtes ( prawa książęcego bzw. ius ducale ) sicher bereits unter Mieszko I. begonnen worden sei, und dass es sich darauf gegründet habe, von der freien Bevölkerung immer höhere Abgaben und ein ständig breiteres Spektrum öffentlicher Leistungen abzupressen. Als Beleg wird dazu eine Passage aus der Chronik des Gallus Anonymus angeführt: Suos quoque rusticos non ut dominus in angariam coercebat, sed ut pius pater quiete eos vivere permittebat. Ubique enim suas staciones suumque servitium determinatum habebat. 2 Hier sei das System des Fürstenrechtes mindestens für die Zeit Bolesław Krzywoustys gut erkennbar. An anderer Stelle berichte Gallus, "dass er [Bolesław Chrobry] Vogelsteller und Jäger aus verschiedenen Ländern hatte, die die Küchen des Monarchen mit Geflügel und Wild versorgten. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Kategorie des 'dienstbaren Volkes' zur Zeit des Gallus als aus alten Zeiten stammend angesehen wurde, da sie auf Chrobry bezogen werden konnte. Aus diesen indizienhaften Informationen lässt sich jedenfalls ein Bild der damaligen wirtschaftlichen Organisation des Staates rekonstruieren. Die Wirtschaft gründete sich auf zahlreiche monarchische Landgüter, die um die Burgsiedlungen herum konzentriert waren. Diese hatten ihre Vögte, deren Aufgabe es war, die Erzeugung aller für die Bedürfnisse des jeweiligen Landgutes, für die Krieger des Monarchen und für das Funktionieren des Staates unerlässlichen Produkte zu garantieren. Die Wirtschaft dieser Landgüter musste autark bzw. selbstversorgend und die der Bevölkerung auferlegten Leistungen mussten soweit differenziert sein, dass sie im Prinzip allen Bedürfnissen entsprechen konnten." 3 Der 2008 erschienene Ergänzungsband zum Słownik Starożytności Słowiańskych, also ein weiteres Standardwerk der polnischen Mediävistik, betonte, dass "die Forschungen zur Dienstbevölkerung ungefähr 40 Berufe, mitunter hoch spezialisierte, nachgewiesen haben. Als Leistungen wurden Abgaben in Form einer definierten Menge von bestimmten Produkten oder Arbeitstagen erbracht." Und das Lexikon fährt fort: "Die Dienstorganisation erlebte ihre Blüte im 11.-12. Jahrhundert, anschließend starb sie, in dem Maße, in dem sich die Ware-Geld-Wirtschaft entwickelte, allmählich ab." 4

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Das, folgt man den zitierten aktuellen Lehr- und Handbüchern, als communis opinio der polnischen Forschung anzusehende Bild eines umfassenden Fürstenrechts hat auch außerhalb der polnischen Mediävistik weitgehende Anerkennung gefunden. So heißt es in einem deutschen synthetisierenden Überblick über die Geschichte Polens im Mittelalter aus dem Jahr 2000: "Das sogenannte 'fürstliche Recht' (ius ducale), das die Untertanen zur Ableistung bestimmter Dienstleistungen für den Fürsten und damit auch für den Staat verpflichtete, [verlieh] dem Oberrecht des Fürsten Ausdruck. […] Die Intensität der Dienstleistungen konnte ganz erheblichen Umfang erreichen, und eine Form ihrer Organisation spiegelt sich bis heute in einer Vielzahl von 'tätigkeitsbezeichnenden' Ortsnamen für 'Dienstsiedlungen' wider […]. Die 'Dienstleute' übten überwiegend nicht ausschließlich ihre spezifischen Dienste aus, sondern sie konnten auch zu weiteren gewöhnlichen Naturalabgaben verpflichtet sein […]. Außerdem wurde die Landbevölkerung zur Bewirtung und Beherbergung […] des Fürsten und seiner Beamten herangezogen." 5 Diese – wie der Autor, Christian Lübke, an anderer Stelle ergänzt – "wahrscheinlich schon in der Zeit der ersten historisch verbürgten polnischen Fürsten eingeführt[e]" "Dienstorganisation" könne als ein "Indiz für die zentralisierte Verwaltung des Reiches [angesehen werden], die in ihrer Planmäßigkeit vom Fürsten ausgegangen sein muss und auf seinem überkommenen Recht, auf dem 'ius ducale', aufbaute." 6

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Darüber hinaus werden das Ius ducale und die "Dienstorganisation", als spezifische "Form der Nutzbarmachung menschlicher Arbeit für die Fürsten und die von ihnen organisierte flächendeckende Herrschaft", 7 gerade in der deutschsprachigen Ostmitteleuropaforschung nicht nur als eine besondere Organisationsform der frühen piastischen Herrschaft angesehen, sondern auch als eines jener (mittelalterlichen) Strukturmerkmale betrachtet, die das östliche Mitteleuropa als eine eigenständige Geschichtsregion, als einen "Teil Europas von spezifischer Eigenart" (Conze, Zernack) charakterisieren. 8 In diesem Sinn betont Christian Lübke, dass die Přemysliden und Árpáden wie die Piasten "gemäß dem ius ducale [regieren]. Die Intensivierung dieser Form der Erschließung von Einnahmen" – so Lübke weiter – "hängt mit dem Ende der territorialen Expansion zusammen. Die Organisierung und Realisierung des ius ducale erfolgt mit Hilfe einer vom Fürsten eingesetzten Administration, an deren Spitze die Kastellane stehen, hohe fürstliche Beamte, die ihren Sitz in den wichtigsten Burgen haben. […] Die abgabe- und dienstpflichtige Bevölkerung ist in ein flächendeckendes System einbezogen, das an die fürstlichen Burgen und Wirtschaftshöfe gebunden ist, und das als 'Dienstorganisation' bezeichnet wird." 9 "Die Annahme einer flächendeckenden Existenz von Dienstorganisation in den Herrschaftsgebieten der Piasten, der Přemysliden und Arpaden stellt heute" – so Lübke an anderer Stelle – "ein Gemeingut der Forschung dar." 10 Als entscheidend müsse dabei ein kausaler Zusammenhang zwischen der Einrichtung einer flächendeckenden 'Dienstorganisation' und einer dauerhaften Fürstenherrschaft angesehen werden.

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Auch das Lexikon des Mittelalters und der Słownik Starożytności Słowiańskich bezeichnen die "Dienstorganisation" als ein ostmitteleuropäisches Phänomen. Im Słownik betonte Antoni Gąsiorowski im Übrigen, dass "die Umstände der Entstehung der Dienstorganisation im Prinzip heute [in der Forschung] keine größeren Zweifel mehr wecken." 11 "Heute" – das war 1975, das gleiche Jahr, in dem jene Studie Karol Modzelewskis erschien, die dem Modell bzw. der Theorie vom "Fürstenrecht" ( ius ducale ) und einer ihm korrespondierenden "Dienstorganisation" endgültig zum Durchbruch verhalf. 12 Karol Modzelewski hat sein Interpretationsmodell in einer ausgesprochen produktiven Auseinandersetzung mit Karol Buczek 13 seit den frühen 1960er Jahren entwickelt 14 und an ihm auch nach Erscheinen seiner Monographie über die wirtschaftliche Organisation des Piastenreiches weiter gearbeitet. 15 Er ist bis heute der bedeutendste und entschiedenste Vertreter der Theorie vom "Fürstenrecht" ( ius ducale ) geblieben und ich bin sehr froh, dass wir ihn für eine kontroverse Diskussion über dieses Modell gewinnen konnten, die wir heute im Rahmen des 5. Lelewel-Gespräches des Deutschen Historischen Instituts in Warschau führen wollen. Denn seit einigen Jahren mehren sich durchaus kritische Stimmen, die dieses Modell nachhaltig in Frage stellen.

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Sein profiliertester Kritiker ist zweifellos Sławomir Gawlas, der der – wie er sie nennt – "Buczek-Modzelewski-Theorie vom Fürstenrecht" ( Buczka-Modzelewskiego teoria prawa książęcego ) eine unzulässige retrogressive Ausdeutung des Quellenmaterials und eine allzu statische Sicht auf das 10.-13. Jahrhundert vorwirft: "Vor allem haben wir es hier […] mit einem – durch das allgemeinere Wissen von den Wandlungen der staatlichen und sozialen Organisation nicht kontrollierten – Missbrauch der retrogressiven Methode zu tun. Damit verbunden ist die Tendenz zu einer statischen Erfassung der Wirklichkeit und ihrer Rekonstruktion nach einem einzigen Modell, das sich im Verlauf einer einmaligen organisatorischen Anstrengung herausgebildet haben soll, welche am liebsten in die Zeit der Entstehung der piastischen Monarchie gelegt wird." 16 Anstatt das ius ducale und die mit ihm verbundene Kastellaneiorganisation bis ins 10. Jahrhundert zurückzuprojizieren und von einem kontinuierlichen und gleichmäßigen Funktionieren von Fürstenrecht ( prawa książęcego ) und Dienstorganisation ( organizacji służebnej ) bis ins 13. Jahrhundert auszugehen, müsse – so Gawlas – vielmehr der im 13. Jahrhundert eintretende innere Wandel akzentuiert werden. Denn "wenn überhaupt von einer Etappe des Fürstenrechtssystems die Rede sein kann, dann muss diese vor allem auf die erste Hälfte dieses Jahrhunderts beschränkt werden. Aus diesem Grunde bedürfen die in der Diskussion Karol Buczeks mit Karol Modzelewski herausgearbeiteten Feststellungen einer erneuten Prüfung, um sie vom Druck der retrogressiven Suche nach dem einen Modell zu befreien, das es im engen Sinne sicher nicht gegeben hat." 17

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Ist diese Kritik zutreffend? Worauf stützt sie sich im Einzelnen? Kann zum Beispiel die von Gawlas und anderen angeführte Schilderung der Krakauer Regierung Mieszkos III. während der 1170er Jahre durch Magister Vincentius tatsächlich als Beleg für die Einführung des ius ducale , oder nicht doch als Beschreibung älterer Herrschaftsverhältnisse gedeutet werden? 18 Welche anderen, konkreten Quellenzeugnisse sprechen gegen die Buczek-Modzelewskiego Theorie vom Fürstenrecht? Und wie muss man sich die Organisation piastischer Herrschaft vor dem ausgehenden 12. Jahrhundert vorstellen, wenn es das ius ducale und die Dienstorganisation nicht in der von Karol Modzelewski postulierten Form gegeben haben sollte? Sławomir Gawlas hat sich bereit erklärt, sich diesen Fragen und der direkten Konfrontation mit Karol Modzelewski zu stellen. Es ist dies die erste öffentliche Auseinandersetzung zwischen den beiden Protagonisten seit Gawlas seine Kritik an Modzelewski 1996 erstmals artikuliert hat. Ehe Sławomir Gawlas seine Kritik am Modell Modzelewskis näher ausführt und begründet, wird zunächst Karol Modzelewski Gelegenheit haben, uns noch einmal kurz und prägnant zu erläutern, was aus seiner Sicht ius ducale und Dienstorganisation waren, welche Funktionen sie in der piastischen Herrschaftsorganisation erfüllten und welche Quellen das Phänomen in welcher Weise tatsächlich belegen.

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Karol Modzelewski und Sławomir Gawlas haben sich in ihren Argumentationen insbesondere auf die schriftlichen Quellen – die urkundliche Überlieferung und die wenigen relevanten Stellen der einschlägigen narrativen Texte – bezogen. Daneben stehen uns aber noch andere Quellen zur Verfügung, die es einzubeziehen und zum Sprechen zu bringen gilt. Schließlich ist ein maßgeblicher Anstoß zur Rekonstruktion der "Dienstorganisation" gar nicht vom Urkundenmaterial, sondern von der Namenkunde ausgegangen. Es war die außergewöhnliche Konzentration bestimmter Ortsnamen im östlichen Mitteleuropa, die die Forscher auf die Spur einer mit dem Begriff ius ducale bezeichneten – vermeintlichen oder tatsächlichen – besonderen "Herrschaftsorganisation" sowie der "Dienstorganisation" führte. Mit diesen Ortsnamen, die aus appellativischen Bezeichnungen für bestimmte Tätigkeiten entstanden sind, hat sich Christian Lübke intensiv und vergleichend befasst. Er betont, dass die "Dienstorganisation lediglich ein von der Geschichtswissenschaft erschlossenes, rekonstruiertes Konzept" sei, das eben in erster Linie durch die Existenz und spezifische Verbreitung der tätigkeitsbezeichnenden Ortsnamen belegt werde, die aber "alleine keine Auskunft über die vermutete systematische Einbeziehung [der Bevölkerung] in eine umfassende, fürstlich-staatliche Organisation geben." 19 So lag es mehr als nahe, ihn als einen Kenner des ostmitteleuropäischen frühen Mittelalters hinzuzuziehen, der möglicherweise eine nochmals etwas anders gelagerte Interpretation des Phänomens anzubieten hat, die vielleicht nicht zwischen den Kontrahenten Modzelewski und Gawlas vermitteln, aber ihre Deutungen wohl doch um weitere wichtige Aspekte erweitern mag.

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Welchen Beitrag können – neben den Schriftquellen und der Toponymie – die Funde und Befunde der Archäologie zur Klärung unserer Streitfrage leisten? Als der rumänisch-amerikanische Archäologe Florin Curta unlängst einen unbefangenen Blick auf das Phänomen der "medieval service settlements" warf, stellte er erstaunt fest: "A great deal of evidence for the Kietzsiedlungen of Eastern Germany is primarily archaeological, which is not what one could say about the service settlements of early medieval Poland or Bohemia, none of which has so far been explored archaeologically." Er schloss seine vergleichende Betrachtung möglicherweise strukturell ähnlicher piastischer, böhmischer, ungarischer, bulgarischer, altrussischer und karolingisch-ottonischer service settlements mit der Beobachtung: "the archaeological evidence published so far already suggests that the establishment of service settlements should not be viewed either as an exclusively East-European phenomenon or as a local imitation of Carolingian prototypes. It is unclear as yet whether early medieval attendant settlement zones were created by royal fiat, or, as seems more probable, were yet another facet of the complex process of economic and social reorganisation accompanying the rise of early medieval states." 20 Was sagt die polnische Archäologie hierzu? Slawomir Możdzioch hat sich mit diesen Fragen intensiv befasst und dazu eigene Vorstellungen entwickelt und wird unsere Debatte mit einem kurzen Wortbeitrag aus archäologischer Sicht ergänzen.

Autor:

Prof. Dr. Eduard Mühle
DHI Warschau
muehle@dhi.waw.pl

1 Stanisław Szczur: Historia Polski. Średniowiecze [Geschichte Polens. Das Mittelalter], 2. Aufl., Kraków 2007, 152-155.

2 Galli anonymi cronica et gesta ducum sive principum Polonorum / Anonima tzw. Galla kronika czyli dzieje książąt i władców polskich, hg. von Karol Maleczyński, Kraków 1952, I, 12.

3 Jerzy Wyrozumski: Wielka historia Polski. Tom 2: Dzieje Polski piastowskiej (VIII w. – 1370) [Große Geschichte Polens. Bd. 2: Geschichte des piastischen Polen (8. Jh.-1370)], Kraków 1999, 98.

4 Andrzej Wędzki: Służebne wsie (służebna ludność) [Dienstdörfer (Dienstbevölkerung], in: Wszesna słowiańszczyzna. Przewodnik po dziejach i literaturze przedmiotu, hg. von Andrzej Wędzki, Bd. 1, Warszawa 2008, 575-576, hier: 576.

5 Rudolf Jaworski / Christian Lübke / Michael G. Müller: Eine kleine Geschichte Polens, Frankfurt a.M. 2000, 84-85.

6 Christian Lübke: Kernräume und Peripherien als Faktoren der Gestaltung Polens im Laufe eines Jahrtausends (10.-20. Jahrhundert), in: Siedlungsforschung 22 (2004), 89-103, hier: 94.

7 Vgl. Christian Lübke: Die Toponymie als Zeugnis historischer Strukturen in Herrschaft, Siedlung und Wirtschaft. Tätigkeitsbezeichnende Ortsnamen und das Modell der Dienstorganisation, in: Doris Bulach / Matthias Hardt (Hg.): Zentrum und Peripherie in der Germania Slavica, Stuttgart 2008, 203-213, hier: 204.

8 Lübke: Die Toponymie (wie Anm. 7), 203f.

9 Christian Lübke: Die Prägung im Mittelalter: frühe ostmitteleuropäische Gemeinsamkeiten, in: Comparativ 8 (1998), 14-24, hier: 22.

10 Lübke: Die Toponymie (wie Anm. 7), 206; weitgehend wörtlich gleich, wenn auch in der Abfolge der Absätze umgestellt: ders.: Namenlandschaften als Zeugnisse der Vergangenheit – Historische Strukturen im Spiegel der Toponymie des östlichen Mitteleuropa, in: Karl Heinz Spieß (Hg.): Landschaften im Mittelalter, Stuttgart 2006, 135-152, hier: 141-149.

11 Antoni Gąsiorowski: Służebne osady [Dienstsiedlungen], in: Słownik Starożytności Słowiańskich, Bd. 5, hg. von Gerard Labuda u.a., Wrocław u.a. 1976, 309-312, hier: 310.

12 Karol Modzelewski: Organizacja gospodarcza pánstwa piastowskiego X-XIII wiek [Die Wirtschaftsorganisation des piastischen Staates im 10.-13. Jahrhundert], Wrocław u. a. 1975 [2. Aufl., Poznań 2000].

13 Karol Buczek: Książęca ludność służebna w Polsce wczesnofeudalnej [Die herzoglichen Dienstleute im frühfeudalen Polen], Wrocław / Kraków 1958; ders.: O tak zwanych prawach książęcych i królewskich [Über die sogenannten herzoglichen und königlichen Rechte], in: Kwartalnik Historyczny 73 (1966), 89-110; ders.: Organizacja służebna w pierwszych wiekach państwa polskiego [Die Dienstorganisation in den ersten Jahrhunderten des polnischen Staates], in: Studia Historyczne 20 (1977), 353-376; ders.: Gospodarcze funkcje organizacji grodowej w Polsce wczesnofeudalnej (X-XIII w.) [Die wirtschaftlichen Funktionen der Burgorganisation im frühfeudalen Polen (10.-13. Jh.)], in: Kwartalnik Historyczny 86 (1979), 363-384; ders.: O ustroju społeczno-gospodarczym Polski wczesnofeudalnej (wiek X-XIII). Uwagi krytyczne na marginesie prac Karola Modzelewskiego [Über die soziale und wirtschaftliche Verfassung des frühfeudalen Polen (10.-13. Jh.). Kritische Bemerkungen zu den Arbeiten Karol Modzelewskis], in: Studia Histryczne 23 (1980), 663-690.

14 Karol Modzelewski: Z badań nad organizacją służebną w Polsce wczesnofeudalnej [Forschungen zur Dienstorganisation im frühmittelalterlichen Polen], in: Kwartalnik Historyczny Kultury Materialnej 9 (1961), 703-741; ders.: The Service Handicraft and Towncreating Process in Poland, in: Kwartalnik Historyczny Kultury Materialnej 10 (1962), 376-277; ders.: La division autarchique du travail à l'échelle d'un état. L'organisation 'ministériale' en pologne médiévale, in: Annales Économies-Sociétés-Civilisations 19 (1964), 1125-1132.

15 Karol Modzelewski: The System of the Ius Ducale and the Idea of Feudalism (Comments on the Earliest Class Society in Medieval Poland), in: Quaestiones Medii Aevi 1 (1977), 71-99; ders. : Le système des villages des 'ministeriales' dans l'organisation économique de l'État polonaise aux Xe – XIIIe siècles, in: Fasciculi Historici 9 (1977), 21-28; ders.: Między prawem książęcym a władztwem gruntowym [Zwischen Fürstenrecht und Grundherrschaft], in: Przegląd Historyczny 71 (1980), 209-234; 449-480; ders. : Jurysdykcja kasztelańska i pobór danin prawa książęcego w świetle dokumentów XIII w. [Die Kastellaneigerichtsbarkeit und die Abgabenerhebung des Fürstenrechts im Licht der Urkunden des 13. Jh.], in: Kwartalnik Historyczny 87 (1980), 149-173; ders. : Organizacja grodowa u progu epoki lokacji [Die Burgorgansation an der Schwelle zur Lokation], in: Kwartalnik Historii Kultury Materialniej 28 (1980), 329-340; ders.: Spór o gospodarcze funkcje organizacji grodowej. Najstarsze źródła i metody [Der Streit über die wirtschaftliche Funktion der Burgorganisation. Zu den ältesten Quellen und Methoden], in: Kwartalnik Historii Kultury Materialniej 28 (1980), 87-101; ders. : Le système di 'ius ducale' en Pologne et le concept de féodalisme, in: Annales Économies-Sociétés-Civilisations 37 (1982), 164-185; ders.: L'organizzazione dello stato polacco nei secoli X-XIII. La società e le strutture del potere, in: Settimane di studio del Centro Italiano di Studi sull'Alto Medioevo 30 (1983), 557-596; ders.: Chłopi w monarchii wczesnopiastoskiej [Die Bauern in der frühpiastischen Monarchie], Wrocław 1987.

16 Sławomir Gawlas: O kształt zjednoczonego królestwa. Niemieckie władztwo terytorialne a geneza społecznoustrojowej odrębności Polski [Das Ringen um die Gestalt des vereinigten Königreiches. Deutsche Territorialherrschaft und die Genese der sozialen und verfassungsmäßigen Eigenart Polens], 2. Aufl., Warszawa 2000, 70-71.

17 Gawlas: O kształt zjednoczonego królestwa (wie Anm. 16), 82.

18 Magistri Vincentii dicti Kadłubek Cronica Polonorum, hg. von Marian Plezia, Kraków 1994, Buch IV.

19 Christian Lübke: Strukturen früher slawischer Staaten, in: Walther Pohl / Veronika Wieser (Hg.): Der frühmittelalterliche Staat – europäische Perspektiven, Wien 2009, 171-179, hier: 176.

20 Florin Curta: The Archeology of Early Medieval Service Settlements in Eastern Europe, in: Piotr Górecki / Nancy van Deusen (Hg.): Central and Eastern Europe in the Middle Ages. A Cultural History, London / New York 2009, 30-41, 221-227, hier: 40-41

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Eduard Mühle
Einführung in die Fragestellung und Diskussion
Gab es das "Dienstsystem" im mittelalterlichen Polen – oder was war das ius ducale? 5. Joachim-Lelewel-Gespräch des Deutschen Historischen Instituts in Warschau
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Hohes Mittelalter (1050-1350)
Polen
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E. Mühle: Einführung in die Fragestellung und Diskussion
In: Gab es das "Dienstsystem" im mittelalterlichen Polen – oder was war das ius ducale? Hrsg. von Eduard Mühle (5. Joachim-Lelewel-Gespräch, 12. April 2011, DHI Warschau) / Czy istniała organizacja służebna w średniowiecznej Polsce – czyli: co to było ius ducale? Red. Eduard Mühle (5. Debata Lelewelowska, 12 kwietnia 2011, NIH w Warszawie)
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Veröffentlicht am: 03.08.2011 15:50
Zugriff vom: 20.01.2020 15:36
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