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S. Suchodolski: Warum hat man im frühen Mittelalter Schätze deponiert?

Lelewel-Gespräche 5/2012

Stanisław Suchodolski

Warum hat man im frühen Mittelalter Schätze deponiert?

Aus dem Polnischen übersetzt von Dariusz Adamczyk



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Die in der Überschrift formulierte Frage versuchen zahlreiche Forscher, bereits seit etwa 100 Jahren zu beantworten. Hier wäre vor allem der schwedische Numismatiker Sture Bolin zu erwähnen, der die bekannte These über Deponierung des Vermögens infolge kriegerischer Bedrohung formuliert hat. 1 Man darf hier allerdings erinnern, dass auf ähnliche Erklärungsansätze polnische Gelehrte bereits 100 Jahre früher hingewiesen haben. So schrieb der Patron unserer Debatte und zugleich überragende Forscher Joachim Lelewel 1826:

"Üblicherweise deponierte man Schätze und Geld in Kriegszeiten. Damals ... versteckten viele … ihr Vermögen, bevor sie loszogen zu sterben. Der eine oder andere Hort blieb in der Erde liegen, und erst die nachfolgenden Generationen entdeckten ihn wieder zufällig." 2

In diesem Sinne hat sich 20 Jahre später , eine Generation jüngerer , Kazimierz Stronczyński, Vater der systematischen Auswertung mittelalterlicher Münzen, geäußert:

"In allen Zeiten haben Menschen aus wirtschaftlicher Sorge, aus Angst vor einem Überfall oder weil sie selbst in die Fremde gehen mussten, ihr Vermögen vergraben. Im Mittelalter müssen solche Deponierungen häufiger gewesen sein als später, da das Geld weniger war und ständig Kriege stattfanden. Und man kannte den Papierkredit nicht. So wurde im Falle einer Gefahr die Münze samt dem Schmuck und Hacksilber einfach der Erde überlassen." 3

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Es geht hier um die sog enannten Schatzfunde von Edelmetallen, die in der Erde, häufig in einem Behälter, entdeckt werden. Sie bestehen aus östlichen und westlichen, später auch einheimischen Münzen und Schmuck wie den sog enannten Gusskuchen. 4 Diese Deposite, datiert überwiegend ins 9.-11. Jahrhundert, haben auch bei den folgenden polnischen Forschern – Walery Kostrzębski, Marian Gumowski, Zygmunt Zakrzewski und Roman Jakimowicz – ein großes Interesse geweckt. 5

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Nach dem II. Weltkrieg ist es Jacek Slaski gewesen, der anhand der Horte versucht hat, den Ausbreitungsprozess der Großgrundherrschaft zu bestimmen. 6 Eine neue Phase gründlicherer und tiefergehender Untersuchungen begann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dank Stanisław Tabaczyński und Ryszard Kiersnowski. 7 Den letzterwähnten Numismatiker kann man sogar als den Begründer einer neuen, damals noch nicht nur in Polen unbekannten Wissenschaftsdisziplin, der Geschichte des mittelalterlichen Metallgeldes, betrachten.

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Die oben erwähnten Forscher mitsamt ihren Mitarbeitern haben eine für die damalige Zeit sehr gute Quellengrundlage für weitere Studien gelegt. Dazu gehörten der aus vier Teilen bestehende Katalog aller Funde aus dem Gebiet des heutigen Polens sowie Monografien einiger Schätze. 8

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Im Feuer des Gefechts hat sich ein bestimmtes Bild der frühmittelalterlichen Wirtschaft herausgebildet. Es war nicht einheitlich, dennoch ging die Mehrheit der Numismatiker – darunter auch jüngere Forscher, die Schüler der oben erwähnten Gelehrten 9 waren – davon aus, dass die überwiegende Anzahl der Schätze mit der Absicht deponiert wurde, wieder gehoben zu werden. 10

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Eine Verschiebung dieser Proportionen und eine zugleich andere Wahrnehmung der Thematik begannen in den 2000er Jahren Forscher jüngerer Generationen zu postulieren. Unter dem Einfluss neuerer Ideen, die vor allem von im Westen angesiedelten Archäologen und Kulturanthropologen kamen, vertreten sie die Auffassung, dass viel verbreiteter die Horte gewesen seien, die nicht gehoben werden sollten, also aus kultischen und magischen Beweggründen deponiert worden waren. Zu den Hauptvertretern dieser Richtung gehören in Polen Przemysław Urbańczyk und Jacek Kowalewski. 11 Im Endergebnis wurde zwischen den Anhängern dieser zwei unterschiedlichen Positionen eine aufregende Debatte entfacht, die in erster Linie – obgleich nicht ausschließlich – in der Zeitschrift "Wiadomości Numizmatyczne" geführt wurde. 12 Auch ich nahm daran teil und vertrat – mit gewissen Abweichungen – die Ansichten Ryszard Kiersnowskis. Ausdruck fand dies in einem auf Polnisch wie Deutsch veröffentlichten Beitrag, sodass kein Grund besteht, die Argumente zu wiederholen. 13 Dessen ungeachtet möchte ich hier auf drei Aspekte hinweisen, die offensichtlich sind und die weitere Diskussion erleichtern sollten.

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1. Die Ursachen der Schatzdeponierung kann man nicht ausschließlich auf die Dichotomie Wirtschaft versus Kult reduzieren. Denn von Bedeutung waren beide Faktoren, was nicht aus den Spekulationen der Forscher hervorgeht, sondern direkt aus den Quellen. Alle Diskutanten stimmen diesbezüglich – zumindest in Theorie – überein, scheinen jedoch dies im Feuer des Gefechts zu vergessen. Es geht also darum, das Verhältnis zwischen den verschiedenen Faktoren so präzise wie möglich zu bestimmen. Dabei soll mitbedacht werden, dass dieses Verhältnis in Zeit wie Raum Veränderungen unterliegen konnte.
2. Das Phänomen der Schatzverbergung beschränkt sich weder auf die Wikingerzeit noch den Ostseeraum, wie einige Forscher zu meinen glauben, die sich nicht professionell mit der Geldgeschichte befassen. Geld und Vermögen in vielerlei Gestalt sicherten die Menschen in Altertum, Mittelalter und Neuzeit wie auch in unserer Zeit ab. Man konnte das während des letzten Weltkrieges beobachten. Grundsätzlich wurden in der Neuzeit über viermal so viele Schätze deponiert als im frühen Mittelalter (2099 versus 468). 14 Das Problem besteht allerdings nicht darin, wie viele Deposite gefunden wurden, sondern in der Tatsache, dass sie in dem breit gefassten Ostseeraum des 9.-11. Jahrhunderts häufiger begegnen als in anderen Regionen zu anderen Zeiten. Es ist festzuhalten, dass keiner der bislang vorhandenen Forschungsansätze das Phänomen vollständig erklären kann.
Die Thesaurierung von Edelmetallen erscheint also genauso verbreitet wie ihre Nicht-Bergung. Denn sonst wüssten wir nichts von ihrer Existenz. Das betrifft auch die spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Schatzfunde, deren Ursprung sicherlich ökonomischer Natur war. Daraus folgt, dass weder die Nicht-Bergung der Schätze noch die Häufigkeit dieses Phänomens den Charakter der Depots vollständig erklären. 15
3. Die auf Münzen bzw. während ihrer Nutzung konstatierten Anzeichen von Magie schließen keineswegs aus, dass sie ökonomische Funktionen erfüllten. 16 Ich meine hier die vor allem auf westlichen Denaren auftauchenden sogenannten "pecks", "nicks" oder andere Anschnitte und Verbiegungen am Münzrand oder auf der Münzfläche, aber auch absichtliche Beschädigung. Früher wurden sie als Ergebnisse einer Metallprüfung interpretiert, heute spricht Einiges für die These, dass es hier um magische Handlungen ging. 17 Magischen oder sakralen Ursprungs waren vermutlich auch die meisten der sog. Graffitis, also Inschriften oder Symbole, die vor allem auf Dirhemen eingraviert sind. 18

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Wie allgemein bekannt ist, lassen sich magische Funktionen während der Nutzung von Metall- und Papiergeld gut beobachten nicht nur in der Neuzeit, sondern auch heute, besonders in ländlichen Gebieten. 19 Ich selbst erinnere mich aus meiner in Warschau verbrachten Kindheit an Spuren magischer, mit Münzen verbundener Handlungen. Wenn man im Frühling zum ersten Mal einen Kuckuck hörte, sollte man das Portemonnaie schütteln. Oder wenn man eine Münze gefunden hätte, hätte man sie heben und leicht anhauchen sollen. In beiden Fällen hat das dem Handelnden, zumindest im laufenden Jahr, Bargeld bringen sollen. Freilich weiß ich nicht, wie diese Bräuche entstanden und verbreitet sind. Es unterliegt aber keinem Zweifel, dass das Werfen von Münzen in den Brunnen di Trevi in Rom zwecks des Wiedersehens der Stadt ein internationaler Brauch ist. Und wie ich mich vor einem halben Jahrhundert während meines ersten Aufenthaltes in Rom selbst überzeugen konnte, funktioniert es erfolgreich.

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In unserer Debatte suchen wir eine Antwort auf die Frage, warum im frühen Mittelalter Schätze deponiert wurden. Wichtiger erscheint aber die Frage, welche Verwendung dies so unterschiedliche Silbergeld besaß. Wenn wir das wüssten, könnten wir auch ohne Weiteres die erste Frage beantworten.
Über die Art und Weise, wie Geld damals genutzt wurde, können wir ausschließlich anhand der rudimentär erhaltenen Schriftquellen wie einer Analyse der Schatzfunde erfahren.

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a) Zu den ersten gehören die mittlerweile gut bekannten und viel zitierten Texte, die übrigens vor allem die benachbarten Gebiete betreffen. Das sind die skandinavischen Sagas, Berichte arabischer Reisende (in erster Linie derjenige Ibrahims ibn Jaqub bezüglich der Preise in Prag und des Soldes für Mieszkos Gefolgschaft), die Thietmar-Chronik und die altrussische Chronik bekannt als "Erzählung von den vergangenen Jahren" (hier Tribute in "Schillingen").
b)
Indirekte Angaben liefert die Analyse der Schatzfunde. Ältere von ihnen (9. und die 1. Hälfte des 10. Jahrhunderts) enthalten oft Material in einer Form, welche außerhalb des Zielgebietes entstanden ist. Deshalb bezeichnen wir sie als "ursprüngliche" Funde. Jüngere Horte (2. Hälfte des 10.-11. Jahrhundert) hingegen setzen sich aus gemischten, orientalischen wie westlichen Münzen, die durch einheimische Elemente ergänzt wurden. Solche Schätze werden "sekundäre" Funde genannt. Ihre Struktur konnte sich nur infolge einer intensiven Nutzung, also Zirkulation, herausbilden.
c ) Eine ähnliche Aussagekraft weist die metrologische Analyse der Münzfragmente auf. Die fachmännisch durchgeführte Untersuchung zeigt, dass ihr durchschnittliches Gewicht nicht zufällig war und von der Chronologie wie des Fundortes abhängt. Es scheint, dass das Gewicht der Hacksilberstücke den Umfang der mit ihnen getätigten Transaktionen widerspiegelt. Dies würde die Beobachtung bestätigen, dass das Gewicht der in den 970er und 980er Jahren deponierten Dirhemfragmente dem der zeitgenössischen dänischen Münzen – der sog. Halbbreaktaten aus Haithabu – ähnelt. Diese wiederum waren sicherlich für die Bedürfnisse der Marktteilnehmer im Ostseeraum bestimmt.
d ) Seit dem ausgehenden 10. Jahrhundert von Bedeutung war die Emission einheimischer Münze n , die nicht nur von Herrschern in Dänemark, sondern auch der anderen Länder der Ostseezone geprägt wurde n .
Ein Teil dieser Münzen, versehen mit Namen und Titulatur dieser Herrscher, erfüllte die Manifestations- und Prestigefunktionen. Ein anderer Teil wurde – und das darf man nicht vergessen – vor allem aus ökonomischen Gründen geprägt. Davon zeugt die Tatsache, dass sie treu die auf dem Markt befindlichen fremden Prägungen mitsamt den Herrschernamen imitierten, ohne die wahren Emittenten in den Stempeln erwähnt zu haben. Wie die Analyse der Münzstempel zeigt, wurden beide Münzgruppen in denselben Prägestätten emittiert. 20
e) Etwa zur gleichen Zeit (bereits Ende des 10. und nicht erst die 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts) begegnen auch einheimische, anonyme Münzimitationen, deren Provenienz nicht näher bestimmt werden kann, die aber mit ziemlicher Sicherheit nicht vom "Staat" emittiert wurden. Das zeigt deutlich, dass das Silber in Form von Münzen höher geschätzt wurde als das in Form von Metall. Wäre das nicht der Fall gewesen, warum hätten dann die Emittenten sich bemühen sollen, das Blech zu hämmern und auszuschneiden, die Stempeln anzufertigen, um schließlich mit ihrer Hilfe Münzen auszuprägen. Dass es sich hier um Münzen und nicht irgendwelche Amulette handelte, unterliegt keinem Zweifel. Entgegen den manchmal formulierten Auffassungen dienten sie als Anhänger nicht häufiger als andere Prägungen. Die Verwendung dieser Imitationen war wahrscheinlich ökonomischer Natur. Wenn sie für einen Propaganda- und/oder Kultzweck bestimmt gewesen wären, hätte sich das mit Sicherheit in dem Inhalt der Stempel widergespiegelt. Sie hätten dann die im Umlauf gängigsten deutschen bzw. englischen Denare nicht nachgeahmt. 21
f) Bei unseren Überlegungen wichtig sind auch die Quellen des in verschiedenen Formen auftretenden fremden Edelmetalls, das im Ostseeraum verwendet wurde und das wir aus Funden kennen. Entgegen der neulich vertretenen Auffassung stammte es nicht aus Raub. Denn wenn das tatsächlich so gewesen wäre, würde es – selbst in Schrottform – in Schätzen überwiegen oder zumindest vorhanden sein. Wie wir wissen, kam beinahe das gesamte Silber eindeutiger Provenienz dank den Handelskontakten – zuerst aus dem Osten, dann aus dem Westen. Als Tribut kamen nur angelsächsische Münzen, die im Rahmen des Danegeld eingesammelt wurden. Das Fehlen von Edelmetallen aus dem Karolingerreich bzw. seinen Nachfolgerstaaten kann man so erklären, dass das Beutegut nicht direkt in die Zirkulation einfloss, sondern nach der Umschmelzung in der politischen Sphäre verwendet wurde. Daraus würde folgen, dass der übrige Teil des Metalls, der in den Schatzfunden vorkommt und kommerziellen Ursprungs war, zu einer ökonomischen Sphäre gehörte. Sein Preis auf den Abnehmermärkten war nicht beliebig. Er hing von den Preisen im Herkunftsland, den Transportkosten sowie dem Nachfrage-Angebot-Verhältnis ab. Er musste relativ stabil, zumindest aber für die Kaufleute vorhersehbar sein. Andernfalls hätten die Risiken nicht kalkuliert werden können. Es ist unumstritten, dass den Antrieb dieser Handlungen das Bestreben nach Gewinn darstellte, es also um die ökonomische und nicht kultische Sphäre ging. 22
Die Dimensionen dieses Handels zeugen von einer großen Nachfrage nach Silber im Ostseeraum, was die Tatsache bestätigt, dass der Westen sofort "einsprang", nachdem der Silberzustrom aus dem Osten zusammengebrochen war. Wir kennen die Gründe dieser Nachfrage nicht, es scheint aber, dass ihr Umfang zu groß war, um einzig und allein aus der "Redistribution der einem Machtzentrum zur Verfügung stehenden Güter" zu resultieren. 23 Das Bedürfnis eines Handelsaustausches wird nicht geringer gewesen sein.
g) Für die letzte Vermutung spricht nicht nur die Analyse eines Schatzinhalts – was oben besprochen wurde –, sondern auch die Formen und die Topografie der Horte. Die Karten mit ihrer Geografie zeigen, dass sie sich nicht nur um die Herrschaftszentren gruppierten, sondern auch in großer Entfernung von ihnen. 24 Ähnlich, obgleich bescheidener, fällt die Verteilung der sog. Klein- und Einzelfunde aus. Sie sind überwiegend, dennoch nicht ausschließlich, bei der Nutzung verloren gegangen. 25

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Eine noch größere Aussagekraft weisen Funde kleiner Münzfragmente im Gewicht von 0,2-0,3 g auf, die bereits oben als kleinste Geldeinheiten ausgemacht wurden. Bislang war ihre Anzahl, wenn man von den Schätzen absieht, gering. In letzter Zeit, mit der Verbreitung der Metalldetektoren, ist die Zahl der Fragmente erheblich gestiegen. Allein an einer archäologischen Stelle in Janów Pomorski, Kreis Elbląg (wahrscheinlich identisch mit dem Emporium Truso), wurden bislang über 1000 Fragmente arabischer Dirheme gefunden. 26 Bislang fehlt die Alternative zu der Annahme, dass diese Münzfragmente zufällig während ihrer Nutzung verloren gingen – wahrscheinlich bei den Markttransaktionen. Denn nicht ernst zu nehmen ist die Mutmaßung, dass sie das Ergebnis "der öffentlichen Verteilung unter "Plebs"… zwecks bewussten Ausschlusses eines Teils des Silbers aus dem elitären politischen Umlauf durch einmalige … Abwertung des symbolischen Wertes…" waren. Die dieser These folgende Erklärung der Genese der aus Hacksilber bestehenden Schätze, der zufolge die Edelmetalle "von umtriebigen Zeugen solcher Aktionen der leichtsinnigen Häuptlingseliten angehäuft und thesauriert" wurden, gehört ins Reich der Fantasie.

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Es liegt nahe, dass selbst in Fällen, wenn das Edelmetall politische Funktionen aufwies und über nichtökonomische Kanäle verteilt wurde, es seinen Marktwert nicht ein büßte . Andernfalls wäre unverständlich, warum Silber nicht nur bei Kaufleuten so beliebt war, sondern auch bei den Machthabern wie den Beschenkten.

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Zusammenfassend kann man sagen, dass die Diskutanten nicht übereingekommen und bei ihren Positionen verblieben sind.
Der Nutzen der bisherigen Diskussion besteht allerdings darin, dass ihre Teilnehmer gezwungen wurden, ihre Denkweisen zu überdenken und ihre Positionen zu präzisieren. Wenn es zu einer Annäherung gekommen ist, dann eher dank der Anhänger des ökonomischen Gesichtspunktes, die nun in einem größeren Ausmaß die mit Kult oder Politik verbundenen Faktoren mit berücksichtigen.
Das Problem kann man aber nicht als gelöst betrachten. Notwendig ist eine weitere Diskussion, die die neuesten Untersuchungen einbezieht. Sie dürfen jedoch nicht a priori festlegen, wie im Lichte der Annahmen die Situation auszusehen habe. Das Modell muss getestet und mit der Realität konfrontiert werden. Die zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, dass das Phänomen der Schatzvergrabung 300 Jahre lang gedauert und unterschiedliche Regionen erfasst hat. Man kann das Modell nicht zugleich auf die vorstaatlichen Strukturen Skandinaviens und des polnischen Staates im 11. Jahrhundert, vor allem in seiner zweiten Hälfte, anwenden.
Ich sehe auch keinen Grund, im Namen eines puristischen Objektivismus die Erfahrungen im Umgang mit Geld in früheren (auch in der Bibel) wie späteren Epochen nicht zu berücksichtigen und auf Analogien zu verzichten. Parallelen stellen bekanntlich noch keinen Beweis dar, vermögen aber ein eher unerforschtes Phänomen zu begreifen und ein Argument für die aufgestellte These zu liefern. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass einige Thesen besonders dann abgewertet werden, wenn eine Gegenthese fehlt. Schließlich besteht kein Grund, bestimmte Positionen nur deswegen zu unterstützen, weil sie eine Alternative für die bislang gängigen darstellen. Entscheidend müsste sein, dass die Alternative nicht nur neu, sondern auch besser, also wahrscheinlicher als die a lte ist.
Ergiebiger wären hier für die Nicht-Fachleute mühselige, anstrengende, unverständliche, daher von ihnen auch oft abgelehnte Untersuchungen des Quellenmaterials. In erster Linie sollte man der Art und Weise sowie den Umständen der Schatzvergrabung nachgehen. Nur so konnte man den magischen Charakter des im Fundament der Kirche St. Jørgensbjaerg in Roskilde eingemauerten Schatzes feststellen. Das bezieht sich genauso auf den Deposit, der im Fundament einer Haussäule in Novgorod entdeckt wurde. Unentbehrlich ist auch eine sorgfältige Untersuchung der Zusammensetzung und Struktur der Schatzfunde, idealer Weise in situ , durch die Auswertung jeder der Schichten. Hier kann der Hort von Stumle auf Gotland als Beispiel dienen, der – wie sich herausstellte – aus zwei chronologischen Teilen bestand. Der jüngere wurde demselben Metallbehälter beigefügt, nachdem – wie die Entdecker vermuten – weiteres Bargeld angesammelt worden war. 27

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Die Ausgrabungen eines verbrannten Hauses im schlesischen Obiszów ließen wiederum die Bestimmung des Charakters eines am Feuerherd aufgefundenen Schatzes von Münzen, Silberschmuck und Glasperlen zu. Dieser kleine Bargeldhort war sicherlich nicht unter dem Fußboden versteckt, sondern auf seiner Fläche verstreut. Man kann vermuten, dass er irgendwo unter dem Dach versteckt wurde, und infolge des Brandes dann he runter fiel. Der archäologische Kontext deutet darauf hin, dass der Hausbesitzer mitsamt den angehäuften Edelmetallen ein Handwerker war, der als Gießer bezeichnet werden kann. 28
Notwendig sind auch weitere Studien über die sogenannten sekundären Eigenschaften von Münzen, das heißt von Veränderungen, die nach dem Verlassen der Prägestätte eingetreten sind. Es geht hier um verschiedene, auf der Oberfläche sichtbare Spuren, die anscheinend nicht immer erkannt werden. Erst neulich konnte man, neben den schon bekannten unterschiedlichen Anschnitten und Verbiegungen, auch Beulen, gehämmerte Stellen und merkwürdige Brüche feststellen. Es scheint, dass wir jegliche Tätigkeiten, die das verursacht hatten, als Malträtieren bezeichnen können. Um ihre Reihenfolge, vor allem das Ziel, kennenzulernen, ist zuerst festzustellen, wie und mit welchen Werkzeugen sie gemacht wurden. Und wenn die Spuren sich abhängig von der Zeit und dem Ort der Münzausprägung bzw. -deponierung verändern, liegt auf der Hand, dass man es nicht dabei belassen kann, nur einige wenige zu erforschen.

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Neue Möglichkeiten zu einer besseren Erkennung einiger Schatzteile und somit auch ganzer Depots eröffnen die fachmännisch untersuchten Graffitis. Sie liefern nicht nur Runeninschriften sakralen oder magischen Ursprungs, sondern auch Namen, die mit den möglichen Besitzern identifiziert werden können.
Weitere Untersuchungen betreffen auch andere Handlungen, welchen die Münzen in ihrem Umlauf unterzogen wurden. Hier meine ich ihre Zerteilung in immer kleinere Einheiten, was oben bereits angesprochen wurde. Erforscht werden müssen nicht nur die in Zeit und Raum stattfindenden Veränderungen des Gewichts, sondern auch die Art und Weise des Zerhackens (schneiden, brechen, anschneiden und dann zerbrechen) wie ihre Reihenfolge. Von Bedeutung ist schließlich, ob in dem Schatzfund die Fragmente derselben oder unterschiedlicher Münzen auftreten. Nur im ersten Fall könnten wir mutmaßen, dass das Zerteilen eine Folge des einmaligen Zerstörungsaktes fremder oder für den Besitzer gefährlicher Form gewesen wäre. Im zweiten Fall, der in der Realität vorkam, ist es wahrscheinlicher, dass der Zerteilungsprozess stufenweise erfolgte und die im Laufe der Zeit steigende Nachfrage nach kleineren Geldeinheiten widerspiegelte. Man muss das nicht unbedingt mit einem bestimmten Gewichtssystem verbinden. Zerteilt wurde sicherlich nach "Gefühl", ohne Waagen, aber im Einvernehmen der Handelspartner. Maßstab war der gut bekannte vollständige Dirhem, später der westeuropäische Denar.

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Gegen die These, dass das Zerteilen von Münzen und Schmuck aus magischen Gründen erfolgte, die zugleich die fremde Form an die Bedürfnisse des Besitzers anpassen sollte, sprechen zwei Fakten. Erstens waren Dirheme, die als arabisch galten, zum großen Teil jedoch Imitationen, die von chasarischen bzw. wolgabulgarischen Handelsvermittlern emittiert wurden. Das zeigt, dass ihre europäischen Partner das Silber in Form von Münzen mehr schätzten als in Form von Barren oder Schrott. Folglich wäre merkwürdig gewesen, wenn das Edelmetall – auf diese Weise "veredelt" und teurer – wieder in einen unfunktionalen Schrott verwandelt worden wäre. Das zweite Problem betrifft die Zerteilung von Schmuck. Wie die bereits von Roman Jakimowicz begonnenen und von Hanna Kóčka-Krenz fortgesetzten Forschungen belegen, stammten sie nicht aus dem Osten, sondern wurden überwiegend im Ostseeraum angefertigt. 29 Die waren also nicht fremd, und es bestand kein Grund, ihre Form zu zerstören. Noch deutlicher zeigt sich das im Falle der sogenannten Gusskuchen. Außerdem trägt Silber in all den erwähnten Formen (Dirheme, Schmuck, Gusskuchen) nur in Ausnahmefällen Spuren von Eingriffen, die auf den westeuropäischen Denaren begegnen (pecks, Anschnitte, Verbiegungen, Zerhämmern usw.). Wenn also Dirheme solchen Akten nicht unterzogen wurden, weil sie eben das Vertrauen der Nutzer genossen, wäre unverständlich gewesen, wenn sie sie durch Zerschneiden malträtiert hätten.

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Bislang war die Rede von der Nutzung, Anhäufung und Deponierung des vielförmigen Edelmetalls. Zum Schluss versuchen wir darüber nachzudenken, warum das Phänomen endete. Przemysław Urbańczyk zufolge lag die Ursache in der Einführung einer einheimischen Münze in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts: "Die Änderung … war … die Folge eines politischen Kampfes der den Staat aufbauenden Königsmacht mit einer traditionellen Gesellschaftsstruktur, die sich auf die lokalen Bindungen stützte." 30
Das Problem besteht darin, dass die polnische Münzprägung von Bolesław dem Kühnen erst um 1070 aufgenommen wurde und große Mengen an Silberschrott bereits früher verschwanden. Richtigerweise hat Ryszard Kiersnowski darauf hingewiesen, dass der Beginn dieses Prozesses darin lag, das teurere orientalische Silber durch das billigere aus dem Westen zu ersetzen. Die Bruchstücke wurden zu klein und dadurch ungebräuchlich im Umlauf, sodass man sie folglich in Gusskuchen umschmolz. 31 Der Markt wurde nun von einem vereinheitlichten Kreuzdenar beherrscht. Er war anonym und kam ursprünglich ausschließlich aus Sachsen. Erst später fing man an, ihn in Polen zu imitieren – und das haben nicht nur Herrscher getan. All die Münzen – fremde, piastische wie aristokratische – zirkulierten parallel nach unterschiedlichen Gesetzen im Polen des letzten Viertels des 11. Jahrhunderts. Sie gelangten auch in die nicht weniger gewordenen Schätze. Die Realität war also deutlich komplizierter als einige Annahmen dies tun.

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Das Bild kristallisiert sich erst infolge der in den letzten Jahren durchgeführten Untersuchungen heraus. 32 Unzweifelhaft sollten sie fortgesetzt werden.
Wie man sieht, für gegenwärtige und zukünftige Numismatiker fehlt es nicht an Arbeit. Und das, weil neue Funde gemacht oder – nicht weniger interessant – neue Teile älterer Depots entdeckt werden. Archäologische Untersuchungen an Fundorten, die früher ehrenhafte Ausnahmen darstellten, sind jetzt zur Norm geworden. 33 Man kann nur hoffen, dass die Ergebnisse dieser Forschungen dazu beitragen werden, die hier angesprochenen Probleme besser zu verstehen.

1 S. Bolin, Fynden av romerska mynt i det fria Germanien, Lund 1926, S. 56 und die anderen Arbeiten dieses Autors, besprochen durch G. Hatz, Handel und Verkehr zwischen dem Deutschen Reich und Schweden in der späten Wikingerzeit, Lund 1974, S. 145f.

2 J. Lelewel, Stare pieniądze w roku 1824 w czerwcu blisko Płocka w Trzebuniu wykopane, Warszawa 1826, S. 74.

3 K. Stronczyński, Pieniądze Piastów od czasów najdawniejszych do roku 1300, Warszawa 1847, S. 35, auch S. 97.

4 R. Kiersnowski, Pieniądz kruszcowy w Polsce wczesnośredniowiecznej, Warszawa 1960.

5 W. Kostrzębski, Uwagi nad wykopaliskami monet z X i początku XI wieku, znajdowanych w Polsce, in: Wiadomości Numizmatyczno-Archeologiczne, Bd. 3, 1897, Spalte 280-286, 347-351; 1898, Spalte. 375-384, 415-425 (hier die Diskussion mit den späteren, geänderten Positionen von Stronczyński); M. Gumowski, Wykopaliska monet polskich z X i XI wieku, Kraków 1905; Z. Zakrzewski, Sposoby badań monet średniowiecznych, in: Wiadomości Numizmatyczno-Archeologiczne 1927, S. 36-46; R. Jakimowicz, Skarby srebrne wczesno-średniowieczne i znaczenie ich badania dla historii, in: Wiadomości Numizmatyczno-Archeologiczne 1927, S. 8-11.

6 J. Slaski, Wielka własność ziemska na obszarze wczesnośredniowiecznej kasztelanii gieckiej w X i XI wieku (Wczesnopolskie skarby srebrne jako materiały do społeczno-gospodarczej analizy osadnictwa), in: Przegląd Archeologiczny, Bd. 9, H. 2-3, 1951-1952 [1953], S. 271-279.

7 S. Tabaczyński, Z badań nad wczesnośredniowiecznymi skarbami Wielkopolski, Warszawa-Wrocław 1958; Ders., Archeologia średniowieczna. Problemy, źródła, metody, cele badawcze, Wrocław 1987, S. 89-95; Kiersnowski, Pieniądz kruszcowy , (wie Anm. 4) .

8 Polskie Skarby Wczesnośredniowieczne. Inwentarze, Bd. I-IV, Wrocław-Warszawa-Kraków , 1959-1966.

9 S. Suchodolski, W sprawie intensywności wymiany lokalnej na ziemiach polskich w X-XI wieku, in: Archeologia Polski, Bd. 16, 1971, S. 503-515 [auch in: S. Suchodolski, Numizmatyka średniowieczna. Moneta źródłem archeologicznym, historycznym i ikonograficznym, Warszawa 2012, S. 133-144 – hier der aktualisierte Wissensstand]; W. Łosiński, Funkcja tezauryzacji kruszcu srebrnego w gospodarce wczesnofeudalnej, Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 36, 1992 [1993], S. 27-36 – hier auch die verwendeten, älteren Arbeiten dieses Autors.

10 Vgl. S. Suchodolski, Znaleziska monet i konteksty archeologiczne. Próba klasyfikacji, in: Der s ., Numismatyka średniowieczna, Warszawa 2012, S. 260-271.

11 Von einigen Arbeiten dieses Autors vgl. z.B. P. Urbańczyk, Wczesnośredniowieczne skarby złomu srebrnego, in: B. Paszkiewicz (Hg.), Moneta mediaevalis. Studia numizmatyczne i historyczne ofiarowane Profesorowi Stanisławowi Suchodolskiemu w 65. rocznicę urodzin, Warszawa 2002, S. 209-224; J. Kowalewski, Okoliczności deponowania wczesnośredniowiecznych skarbów srebrnych na obszarze Słowiańszczyzny Zachodniej. Próba reinterpretacji znaczenia, in: Acta Universitatis Nicolai Copernici, Archeologia, Bd. 28, 2001, S. 59-97.

12 M. Bogucki, Dlaczego we wczesnym średniowieczu powstawały skarby złomu srebrnego? Uwagi na marginesie prac Jacka Kowalewskiego i Przemysława Urbańczyka, in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 48, 2004, S. 49-76; P. Urbańczyk, Kto deponował skarby zdeprecjonowanego srebra i dlaczego? (polemika z krytyką Mateusza Boguckiego i Stanisława Suchodolskiego), in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 48, 2004, S. 167-180; J. Kowalewski, Dlaczego, czy jak deponowano skarby we wczesnym średniowieczu? In: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 48, 2004, S. 181-191; W. Duczko, Zebrać, zdeprecjonować, schować i zapomnieć. O skarbach srebrnych Skandynawii okresu wikingów, in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 49, 2005, S. 205-218; Redaktion [S. Suchodolski], Zamknięcie dyskusji, in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 49, 2005, S. 219-221; J. Piniński, Kto i dlaczego zakopywał monety?, in: K. Filipow (Hg.), Pieniądz i banki (tezauryzacja, obieg pieniężny, bankowość) – Wspólnota dziejów – Białoruś, Litwa, Łotwa, Polska, Słowacja, Ukraina. Supraśl 5-7.IX.2002. Materiały z V Międzynarodowej Konferencji Numizmatycznej, Warszawa 2002, S. 101-106.

13 S. Suchodolski, Kultowa czy ekonomiczna geneza skarbów epoki wikingów? In: Biuletyn Numizmatyczny 3 (331), 2003, S. 185-196 [auch in: S. Suchodolski, Numizmatyka średniowieczna, Warszawa 2012, S. 230-242 – hier bibliografische Ergänzung]; S. Suchodolski, Aus welchen Gründen hat man in der Wikingerzeit im Ostseeraum Münzschätze deponiert? In: R. Cunz (Hg.), Fundamenta Historiae. Geschichte im Spi e gel der Numismatik und ihrer Nachbarwissenschaften. Festschrift für Niklot Klüßendorf zum 60. Geburtstag am 10. Februar 2004, Hannover 2004, S. 107-116.

14 M. Męclewska, A. Mikolajczyk, Skarby monet z lat 1500-1649 na obszarze PRL. Inwentarz, Warszawa 1983; Dies., Skarby monet z lat 1650-1944 na obszarze Polski. Inwentarz II, Warszawa 1991; S. Suchodolski, Wstęp in: L. Gajewski i inni, Skarby wczesnośredniowieczne z obszaru Polski. Atlas. Early mediaeval hoards in Poland. Atlas, Wrocław 1982, S. 10.

15 Anders P. Urbańczyk, Wczesnośredniowieczne skarby złomu srebrnego (wie Anm. 11) S. 217.

16 So auch P. Urbańczyk, Wczesnośredniowieczne skarby złomu srebrnego (wie Anm. 11) S. 210.

17 Aus der mittlerweile umfangreichen Literatur neulich: W. Duczko, Test or magic? pecks on the Viking-Age silver, in: Moneta mediaevalis, Warszawa 2002, S. 193-208; Ł. Czwojda, Peksy. Próba interpretacji nacięć na wczesnośredniowiecznych monetach, in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 51, H. 1, 2007, S. 1-28.

18 I. Hammarberg, G. Rispling, Graffiter på vikingatida mynt (Summary: Graffiti at viking age coins), in: Hikuin 11, 1985, S. 63-78, 329; I.G. Dobrovol 'skij, I.V. Dukov, Ju.K. Kuz 'menko, Graffiti na vostočnych monetach, Leningrad 1991.

19 E. Frankowski, Zabiegi magiczne przy pożyczaniu, kupnie i sprzedaży u ludu polskiego, Lud, Bd. 23 (Serie II, Bd. III), 1924, S. 50-110; Ł. Miechowicz, Moneta jako przedmiot zabiegów magicznych w świetle źródeł etnograficznych z obszaru Polski, in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 50, H. 2, 2006, S. 147-158.

20 Vgl. S. Suchodolski, Początki mennictwa w Europie Środkowej, Wschodniej i Północnej, Wrocław 1971, besonders S. 109f., 119, 160ff., 166-170; B. Malmer, The Anglo-Scandinavian Coinage c. 995-1020, in: Commentationes de nummis saeculorum IX-XI in Suecia repertis, Nova series 9, Stockholm 1997; M. Bogucki, Nieznana hybryda denara PRINCES POLONIE i nowy typ monety Bolesława Chrobrego, in: Wiadomości Numizmatyczne, B. 50, 2006, S. 181-194.

21 Suchodolski , Początki mennictwa (wie Anm. 20) S. 183-188.

22 Neulich über Kaufleute M. Bogucki, Między wagą a mieczem. Kupcy wikińscy w świetle źródeł pisanych i archeologicznych, in: Pruthenia, Bd. 5, 2010, S. 17-66. Vgl. auch D. Adamczyk, Handel fryzyjsko-frankoński, ekspansja wikingów a kwestia napływu kruszców do strefy bałtyckiej w IX wieku, in: I. Panic, J. Sperka (Hg.), Średniowiecze polskie i powszechne, Bd. 6, 2010, S. 67-81.

23 Urbańczyk, Wczesnośredniowieczne skarby złomu srebrnego (wie Anm. 11), S. 211.

24 Vgl. L. Gajewski i inni, Skarby wczesnośredniowieczne z obszaru Polski. Atlas (wie Anm. 14) S. ### , Initial Brather, Frühmittelalterliche Dirham-Schatzfunde in Europa. Probleme ihrer wirtschaftsgeschichtlichen Interpretation aus archäologischer Perspektive, in: Zeitschrift für Archäologie des Mittelalters, Jg. 23/24, 1995/96, S. 73-153, besonders Karten.

25 Vgl. S. Suchodolski, Magia czy roztargnienie? Kilka uwag o tak zwanych drobnych znaleziskach monet, Archaeologia Historica Polona, Bd. 5, Studia z archeologii i historii, Warszawa 1997, S. 193-201 [Abdruck desselben, Numizmatyka średniowieczna, Warszawa 2012, S. 203-212 – hier bibliografische Ergänzungen]; J. Łyszkowski, O sposobach powstawania pojedynczych znalezisk monet we wczesnym średniowieczu, in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 49, H. 1, 2005, S. 1-20; Ders., Odzwierciedlenie obiegu pieniężnego we wczesnym średniowieczu przez znaleziska drobne, in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 50, H. 1, 2006, S. 3-26.

26 Vgl. M. Bogucki, Coin finds in the Viking-Age emporium at Janów Pomorski ( Truso ) and the 'prussian phenomenon', in: S. Suchodolski, M. Bogucki (Hg.), Money circulation in Antiquity, the Middle Ages and Modern Times. Time, range, intensity, Warsaw-Cracow 2007, S. 83-85ff. Seit der Veröffentlichung dieses Aufsatzes sind neue Funde dazu gekommen. Bruchteile von Dirhemen wurden auch neulich in Kalisz und Umgebung entdeckt: M. Bogucki, S. Miłek, Monety, ich pochodzenie oraz obieg w Kaliszu i jego najbliższych okolicach w X i pierwszej połowie XI wieku, in: S. Suchodolski, M. Zawadzki (Hg.), Od Kalisii do Kalisza. Skarby doliny Prosny. Katalog wystawy, Kalisz 2010, S. 52.

27 Mehr Einzelheiten und Literatur in S. Suchodolski, Kultowa czy ekonomiczna geneza skarbów epoki wikingów (wie Anm. 13) S. 194f.

28 A. Bartczak, H. Pokora, S. Suchodolski, Skarb z X w. z Obiszowa w woj. legnickim, in: Wiadomości Numizmatyczne, Bd. 34, 1990, S. 9-29.

29 R. Jakimowicz, O pochodzeniu ozdób srebrnych znajdowanych w skarbach wczesnohistorycznych, in: Wiadomości Archeologiczne, Bd. 12, 1933, S. 103-136; H. Kóčka-Krenz, Biżuteria północno-zachodnio-słowiańska we wczesnym średniowieczu, Poznań 1993.

30 P. Urbańczyk, Wczesnośredniowieczne skarby złomu srebrnego (wie Anm. 11) S. 219f.

31 Kiersnowski, Pieniądz kruszcowy (wie Anm. 4) S. 127f., 357.

32 Neulich A. Kędzierski, Mennica denarów krzyżowych księcia Zbigniewa w Kaliszu, in: S. Suchodolski, M. Zawadzki (Hg.), Od Kalisii do Kalisza. Skarby doliny Prosny. Katalog wystawy, Kalisz 2010, S. 61-68 – hier die frühere Literatur; Ders, Wczesnośredniowieczny skarb monet z miejscowości Słuszków koło Kalisza. Pochodzenie, typologia i chronologia młodszych typów denarów krzyżowych, Warszawa 2011 (Manuskript einer Dissertation im Archiv des Instituts für Archeologie und Ethnologie der PAN).

33 M. Czapkiewicz, A. Gupieniec, A. Kmietowicz, W. Kubiak, Skarb monet arabskich z Klukowicz powiat Siemiatycze, Wrocław-Warszawa-Kraków 1964, S. 8f., Abb. 1-4; A. Mikołajczyk, Badania wykopaliskowo-ratownicze skarbu monet wczesnośredniowiecznych w m. Leźnica Mała, pow. Łęczyca, in: Prace i Materiały Muzeum Archeologicznego i Etnograficznego w Łodzi, Seria Archeologiczna nr 20, 1973, S. 213-216; M. Andrałojć, M. Andrałojć, P. Silska, P. Szyngiera, Odkrycia skarbów wczesnośredniowiecznych z terenu Wielkopolski. Kontekst archeologiczny znalezisk, Poznań 2011.

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PSJ Metadata
Stanisław Suchodolski
Warum hat man im frühen Mittelalter Schätze deponiert?
de
CC-BY-NC-ND 3.0
Frühes Mittelalter (600-1050)
Europa
Historische Hilfswissenschaften, Sozial- und Kulturgeschichte, Volkskunde, Brauchtum
6. - 12. Jh.
4015701-5 4008017-1 4129108-6 4040629-5 4126078-8 4172175-5 4064147-8
900-1100
Europa (4015701-5), Brauchtum (4008017-1), Mittelalter (4129108-6), Münze (4040629-5), Münzfund (4126078-8), Numismatik (4172175-5), Währung (4064147-8)
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S. Suchodolski: Warum hat man im frühen Mittelalter Schätze deponiert?
In: Markt, Macht oder Magie. Warum wurde im frühen Mittelalter Silber deponiert? Hrsg. von Dariusz Adamczyk (6. Joachim-Lelewel-Gespräch, 8. November 2011, DHI Warschau) / Rynek, władza lub magia? Dlaczego deponowano srebro we wczesnym średniowieczu? Red. Dariusz Adamczyk (6. Debata Lelewelowska, 8 listopad 2011, NIH w Warszawie)
URL: https://prae.perspectivia.net/publikationen/lelewel-gespraeche/5-2012/suchodolski_schaetze
Veröffentlicht am: 10.04.2012 10:55
Zugriff vom: 28.09.2020 10:26
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