Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

    J. Boysen, Bericht über das 7. Lelewel-Gespräch des DHI Warschau am 13. März 2012

    Lelewel-Gespräche 6/2012

    Jens Boysen

    Bericht über das 7. Lelewel-Gespräch des DHI Warschau am 13. März 2012


    <1>

    Aus Anlass des 30. Jahrestages der Einführung des Kriegszustands in der Volksrepublik Polen am 13. Dezember 1981 fand am DHI Warschau im Rahmen der Joachim-Lelewel-Gespräche am 12. März 2012 eine Podiumsdiskussion zu den außenpolitischen Rahmenbedingungen jenes historischen Vorgangs statt, d.h. in erster Linie zur sowjetischen Haltung, von der letztlich auch das Verhalten der übrigen Warschauer-Pakt-Staaten abhing. In Polen wird schon seit über 20 Jahren über die nach 1990 von General Jaruzelski vorgebrachte Behauptung gestritten, er sei mit seinem Entschluss zur Verhängung des Kriegsrechts einer Intervention sowjetischer und anderer Warschauer-Pakt-Truppen zuvorgekommen, zu der es durch das Vorgehen der Gewerkschaftsbewegung "Solidarność" sonst gekommen wäre, und habe somit im Interesse der Bevölkerung das "kleinere Übel" ( mniejsze z ł o ) gewählt. Die Gegner dieser Argumentation – i.d.R. Anhänger der "Solidarność" – sehen Jaruzelskis Handeln dagegen gerade durch die Absicht motiviert, die kommunistische Herrschaft in Polen und damit den sowjetischen Einfluss aufrechtzuerhalten. Die beiden hieraus resultierenden Einschätzungen Jaruzelskis als "Held" bzw. "Verräter" – die beide auf einem stark nationalen Denken beruhen – finden auch heute noch in etwa gleichviele Anhänger in der Bevölkerung. Diese Frage stellt eine der wichtigsten gesellschaftlichen Trennlinien ( cleavages ) in der Einschätzung der kommunistischen Ära dar und zeigt, dass keineswegs alle Polen eine klare Position zugunsten der damaligen Opposition und gegen das damalige Regime beziehen. Zugleich bezeugt sie die große Bedeutung des (reflektierten wie unreflektierten) erinnerungspolitischen Diskurses in Polen. Dieser wiederum berührt sich mit zwei weiteren Diskursen: zum einen mit der Frage nach dem Grad der Souveränität Volkspolens innerhalb der sowjetischen Einflusszone, zum anderen mit dem seit Jahren tobenden Streit zwischen den Nachfolgeparteien der "Solidarność" darüber, ob nach 1990 eine ausreichend gründliche Dekommunisierung bzw. "Lustration" erfolgt ist, um die volle und dauerhafte Entfaltung der Demokratie in Polen möglich zu machen.

    <2>

    Das Lelewel-Gespräch brachte in bewährter Weise Experten zusammen, die sich intensiv mit der Frage der sowjetischen "Nicht-Intervention" von 1981 beschäftigt haben, um eben den Brennpunkt auf jenen externen Faktor zu lenken, der in der innerpolnischen Diskussion nicht immer angemessene Berücksichtigung findet. In seiner Einleitung schilderte Robert Brier den historischen Kontext des damaligen Geschehens, unter anderem die im Westen 1980/81 weit verbreitete Erwartung eines sowjetischen Eingreifens gegen die von der "Solidarność" und der Schwäche der polnischen Führung ausgehende Gefahr für die kommunistische Herrschaft in Polen; dies hätte der Logik der 1968 etablierten Breschnew-Doktrin entsprochen. Diese Erwartung beeinflusse bis heute die Interpretation der Ereignisse, nicht zuletzt die Wahrnehmung der Verhängung des Kriegszustands als "Stellvertreter-Invasion" ( invasion by proxy ), da ja Jaruzelski die politischen Interessen der Sowjetunion gewahrt und dieser zugleich das Odium des Angreifers erspart habe. Weiterhin betonte Brier als ein grundlegendes Problem für die geschichtswissenschaftliche Behandlung dieser Frage die schwierige Quellensituation. Nach 1990 seien nur vereinzelt relevante Dokumente veröffentlicht worden; und die seit Jahren wieder restriktive Zugangspolitik der russischen Archive entziehe wesentliche sowjetische Aktenbestände bzw. solche des Warschauer Pakts nach wie vor der historischen Analyse.

    <3>

    Als erster Panelreferent verwies Wilfried Loth auf zahlreiche Indizien dafür – u.a. Protokolle von Sitzungen des Politbüros der KPdSU –, dass die sowjetische Führung eine militärische Intervention Anfang der 1980er Jahre bereits grundsätzlich ausgeschlossen habe. Motive dafür seien zum einen die mit einer Intervention wahrscheinlich verbundenen politischen Konsequenzen gewesen bei gleichzeitiger Unsicherheit hinsichtlich ihres Ausgangs, zum anderen die durch die Intervention in Afghanistan schon vorhandenen militärischen, wirtschaftlichen und politischen Belastungen. Diese Haltung sei außerdem die Folge einer wesentlich realistischeren und weniger ideologischen Wahrnehmung der Unruhen in Polen im Unterschied etwa zur Tschechoslowakei 1968 gewesen. In diesem Sinne habe sich die Entspannung der 1970er Jahre positiv auf das sowjetische Denken ausgewirkt und sei die Breschnew-Doktrin de facto schon 1980 tot gewesen.

    <4>

    Dem widersprach der zweite Referent, Mark Kramer. Zwar hätte sich in der Tat die sowjetische Führung 1980 und 1981 letztlich gegen ein eigenes Eingreifen entschieden, und auch die von Loth benannten Gründe seien zutreffend. Daher sei auch Jaruzelskis Narrativ des "kleineren Übels" wenig glaubwürdig. Dieser Ausgang der Krise sei jedoch keineswegs so zu interpretieren, dass die Breschnew-Doktrin generell nicht mehr in Kraft gewesen sei. Die "Nicht-Invasion" sei ohne Zweifel die von der Sowjetunion klar bevorzugte Lösung gewesen, sie sei aber nur möglich gewesen, weil es dem Politbüro um Breschnew gelungen sei, Jaruzelski durch über Monate hinweg aufgebauten massiven Druck zum Handeln zu bewegen. Hätte dies jedoch nicht funktioniert, so könne keinesfalls davon ausgegangen werden, dass die Sowjetunion eher Polen preisgegeben hätte als ggf. doch selbst zu intervenieren. In diesem Zusammenhang unterstrich er die Notwendigkeit eines sehr kritischen Umgangs mit den vorhandenen Quellen, die selten eindeutig seien.

    <5>

    Aus polnischer Perspektive betonte schließlich Andrzej Paczkowski ebenfalls die großen Quellenprobleme, monierte aber besonders eine weitgehende Inaktivität der russischen Historiker und Archivare, von denen es wesentlich abhinge, ob ihren ausländischen Kollegen neue Informationen zugänglich würden. Vor allem militärische Akten und solche des sowjetischen Außenministeriums seien noch kaum bekannt; in der Folge wisse man zwar einiges über die damalige Situation in Moskau selbst, aber sehr wenig über die sowjetische Einschätzung der Lage in Polen. Immerhin gebe es aber Hinweise darauf, dass Planungen für den Fall eines Eingreifens verbündeter Truppen seitens der polnischen Führung nicht vertiefend bearbeitet worden seien; dies könne als Indiz für eine Präferenz zugunsten einer 'polnischen' Lösung gewertet werden. Als möglichen Grund für die westliche Passivität angesichts der durch den Spion Ryszard Kukliński bekannten Vorbereitungen der Polnischen Armee auf den Kriegszustand nannte er, dass ein solches Szenario im Westen als viel unwahrscheinlicher angesehen worden sei als eine sowjetische Invasion. Die sowjetische Entscheidung für eine 'polnische' Lösung könne grundsätzlich auf die Zeit nach dem März 1981 datiert werden, als sich die polnische Führung angeboten habe, die Ausschaltung der "Solidarność" selbst in die Hand zu nehmen. Diese Option sei wohl letztlich auch für alle Seiten die günstigste gewesen.

    <6>

    Nach ihren Vorträgen nahmen die Referenten zunächst direkt aufeinander Bezug. Wilfried Loth betonte, dass es zwischen ihnen eigentlich nur geringe Auffassungsunterschiede gebe; man sei sich insbesondere darin einig, dass die Sowjetunion damals in jedem Fall eine weitere Verschlechterung der ohnehin angespannten Beziehungen mit dem Westen vermeiden wollte. Mark Kramer verwies darauf, dass 1992/93 die relevanten sowjetischen Dokumente über die polnische Krise zugänglich gewesen, heute aber großenteils im russischen Präsidialarchiv verschlossen seien. In der Sache stellte er fest, dass die Sowjetunion ab Oktober 1981 keine eigene Intervention mehr geplant und dafür Jaruzelski unter Druck gesetzt habe. Zugleich habe wegen der strategischen Schlüsselfunktion Polens im Warschauer Pakt eine "jugoslawische" Option nicht bestanden; die polnische Führung musste daher unbedingt eine systemkonforme Lösung der Krise finden. Aus demselben Grund könne die Möglichkeit einer sowjetischen Intervention auch nach dem Oktober 1981 nicht völlig ausgeschlossen werden. Dem stimmte Wilfried Loth zu. Mark Kramer wies darauf hin, nach dem Überlaufen Oberst Kuklińskis im November 1981 hätten die Amerikaner die polnischen Vorbereitungen nicht mehr im Detail beobachten können, was für die östliche Seite ein Vorteil gewesen sei. Die Frage Robert Briers, welche Dokumente jetzt nach Ablauf der 30-Jahres-Frist ggf. freigegeben würden, beantworteten Andrzej Paczkowski und Mark Kramer skeptisch; anders als die regulären Archive könnten die russischen Spezialarchive (u.a. diejenigen der Armee, des KGB und des Außenministeriums) selbst darüber entscheiden, ob und welche Akten sie freigeben. 1993 habe Boris Jeltsin zwar bei seinem Staatsbesuch in Polen einige Dokumente mitgebracht, aber auf derartige, letztlich willkürliche Gesten könne man nicht rechnen. Andrzej Paczkowski unterstrich die daraus erwachsende "nebulöse" Situation der Historiker; angesichts dieser könne man sich etliche kontrafaktische Fragen stellen, z.B. was gewesen wäre, wenn sich Regierung, Opposition und Kirche im Dezember 1981 zu einem weiteren Gespräch getroffen hätten [ein solches Gespräch zwischen General Jaruzelski, dem polnischen Primas Józef Kardinal Glemp und Lech Wałęsa fand am 4. November 1981 statt, J.B.], der Westen sein Wissen über die Vorbereitungen für den Kriegszustand publik gemacht oder die polnische Führung den "chinesischen" Weg von wirtschaftlicher Liberalisierung und politischem Machterhalt gewählt hätte.

    <7>

    Während der anschließenden Diskussion meldeten sich zahlreiche Gäste zu Wort. Prof. Andrzej Friszke (Universität Warschau) betonte eine ständige massive Einflussnahme von sowjetischer Seite. Bei Gesprächen zwischen der polnischen und der sowjetischen Führung im Jahr 1980 hätten sowjetische Vertreter an den ungarischen Aufstand von 1956 erinnert und vor einem zu langen Zuwarten gegenüber der "Konterrevolution" gewarnt, da mit dieser auf längere Sicht keine Koexistenz möglich sei. Auch in der Bromberger Krise [am 19. März 1981 wurden während einer Sitzung des Wojewodschafts-Nationalrats in Bromberg (Bydgoszcz) mehrere eingeladene Vertreter der "Solidarność" von Polizeikräften aus dem Saal gezerrt und geschlagen, J.B.] habe Breschnew eine harte Haltung der polnischen Genossen gefordert, und im Juni 1981 habe das ZK der KPdSU in seinem Brief an die PVAP eindringlich vor jeder Liberalisierung gewarnt. Anders als 1968 habe Moskau genau darauf geachtet, dass die polnische Führung hart blieb; auch wenn letztere bis zuletzt auf Drohungen gesetzt habe, sei sie aber zur am Ende zur Gewaltanwendung bereit gewesen.

    <8>

    Der Vorsitzende des Instituts für das nationale Gedenken (IPN), Lukasz Kamiński, ging auf die Frage nach der Gültigkeit der Breschnew-Doktrin ein. Die Niederschlagung des Prager Frühlings sei zwar ein militärischer Erfolg, aber eine politische Niederlage gewesen. Die Sowjets hätten daher schon seit der "Normalisierung" in der ČSSR ab 1969 nach und nach vom Gedanken einer Intervention Abstand genommen und in Krisen durch die jeweilige nationale Führung zu handeln gesucht. Daher sei eine bekannte, aber von Mark Kramer und anderen in Zweifel gezogene Information, am 10. Dezember 1981 hätten sich die Sowjets gegenüber Warschau ausdrücklich und endgültig geweigert, Truppen nach Polen zu senden, schlüssig und glaubwürdig.

    <9>

    Im gegenteiligen Sinne argumentierte der ehemalige "Solidarność"-Aktivist und Mediävist Prof. Karol Modzelewski (Polnische Akademie der Wissenschaften). Er wies auf das große nachträgliche Rechtfertigungsbedürfnis der (post)sowjetischen Eliten hin, das sehr wohl zu manipulativen Quelleninterpretationen führen könne; generell seien sowjetische Quellen oft vieldeutig. Im Fall der polnischen Krise gebe es klare Indizien für sowjetische Vorbereitungen auf eine Intervention, auch wenn diese sicher nicht gewünscht gewesen sei. Zugleich habe das sowjetische Politbüro die als 'unzuverlässig' angesehenen polnischen Führer Kania und Jaruzelski zum Abschuss durch das polnische ZK freigegeben; dies habe im Falle Kanias funktioniert, nicht dagegen bei Jaruzelski, hinter dem die Armee, die Polizei und das Innenministerium gestanden hätten. Gleichsam im Gegenzug habe Jaruzelski im Dezember 1981 nicht zuletzt deshalb handeln müssen, weil sein Generalstab ihm klargemacht habe, dass das Offizierskorps den Schwebezustand nervlich nicht länger durchhalten könne.

    <10>

    Der Journalist und ehemalige Oppositionelle Konstanty Gebert betonte, dass die "polnische Lösung" vom 13. Dezember 1981 für die Sowjetunion zwar besser als eine Intervention gewesen sei, aber dennoch unangenehm genug angesichts der Unberechenbarkeit des Militärregimes. Man habe aber keine andere Wahl gehabt; denn just damals, als die polnische Armee kriegsbereit im ganzen Land Aufstellung nahm, wäre ein Eingreifen sowjetischer Truppen kaum durchführbar gewesen. Hätte Jaruzelski schon am 13. Dezember sein Handeln mit der Abwehr einer sowjetischen Invasion begründet, wären ihm vermutlich alle "Patrioten" gefolgt; nur lebte man dann wohl heute noch in der Volksrepublik.

    <11>

    Ebenfalls als Zeitzeuge sprach daraufhin der Marschall des polnischen Senats, Bogdan Borusewicz. Entgegen "alternativen" Geschichtsinterpretationen bestand er auf der – kritischen – Nutzung der vorhandenen Quellen im Wissen darum, dass viele davon in Polen wie in der ehemaligen Sowjetunion vernichtet worden seien und dass nennenswerte neue Veröffentlichungen nicht zu erwarten seien. Auch er betonte die Ambivalenz von Quellen wie z.B. Protokollen des sowjetischen Politbüros. Tatsächlich habe sich die sowjetische Führung 1981 anders als 1980 gegen eine Intervention entschieden, in erster Linie wegen der im Vergleich zu 1968 wesentlich höher zu veranschlagenden militärischen Verluste und politischen Kosten. Zugleich sei die "polnische Lösung" unter klarer sowjetischer Deckung erfolgt; es habe daher Pläne für ein stufenweises Vorgehen gegeben, die für den äußersten Notfall auch ein Eingreifen fremder Truppen vorgesehen hätten.

    <12>

    In einer letzten Erwiderungsrunde hielt Wilfried Loth daran fest, dass die sowjetische Führung Ende 1981 nicht auf eine Intervention vorbereitet war. Man könne darüber spekulieren, was geschehen wäre, hätte die polnische Führung den Kriegszustand nicht im Dezember 1981, sondern später eingeführt; jedenfalls sei dies in jedem Fall Jaruzelskis Entscheidung gewesen. Mark Kramer bestätigte zunächst, dass im Dezember 1981 anders als ein Jahr zuvor die polnische Führung darauf setzen konnte, dass die Popularität der "Solidarność" bereits gesunken war und ein allgemeiner gesellschaftlicher Widerstandswille wenig ausgeprägt war. Er billigte Kania zu, dieses kritische Jahr dadurch gleichsam überbrückt zu haben, dass er einerseits der sowjetischen Genossen wiederholt versprochen habe, den Kriegszustand einzuführen, dies aber dann immer wieder vertagt habe. Zugleich habe er auf eine Erosion der "Solidarność" und ein Wiedererstarken der Partei gehofft. Im Oktober 1981, als die sowjetische Geduld erschöpft war, sei er schließlich abgesetzt worden; hätte sich sein Nachfolger Jaruzelski ebenfalls geweigert zu handeln, hätte Moskau jemand Anderen eingesetzt. Das mehrfach angesprochene Transskript einer Politbürositzung am 10. Dezember 1981, das die sowjetische Ablehnung einer Intervention belege, sei zwar wohl 1993 bewusst veröffentlicht worden, um die Historiker zu beeinflussen; es spiegele aber dennoch den damaligen Entscheidungsprozess in der sowjetischen Führung wider. Uneinheitliche Aussagen sowjetischer Führungspersonen seien dabei nichts Ungewöhnliches. Grundsätzlich habe die Sowjetunion hier wie in anderen Fällen, etwa in Ungarn oder Afghanistan, nie nach abstrakten Prinzipien, sondern nach Maßgabe von Kosten und Nutzen gehandelt. Andrzej Paczkowski schloss die Diskussion mit dem Hinweis, die 1993 von Boris Jeltsin übergebenen Dokumente seien nicht speziell für die Polen zusammengestellt worden, sondern Teil eines größeren Konvoluts namens "Fond 89" gewesen, dessen primärer Zweck die Sammlung von belastenden Beweisen für einen Prozess gegen die KPdSU gewesen sei, der dann aber nie stattgefunden habe. Diese Dokumente seien als Mikrofilme käuflich zu erwerben, es gebe aber leider kein Exemplar davon in Polen.

    <13>

    Trotz oder auch wegen der vielen offenbleibenden Teilfragen zeigte das Lelewel-Gespräch, wie relevant das Thema des Kriegszustands von 1981-83 zumal in der polnischen Gesellschaft, aber auch international auch nach 30 Jahren noch ist. Zugleich wurde deutlich, dass der Warschauer Pakt als regionaler sowie der Kalte Krieg als zeitlicher Kontext stets im Zusammenhang betrachtet werden müssen, da die "polnische Krise" eine Systemkrise und zugleich eine der großen Krisen des West-Ost-Konflikts war.



    Lizenzhinweis: Dieser Beitrag unterliegt der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung (CC-BY-NC-ND), darf also unter diesen Bedingungen elektronisch benutzt, übermittelt, ausgedruckt und zum Download bereitgestellt werden. Den Text der Lizenz erreichen Sie hier: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de

    PSJ Metadata
    Jens Boysen
    Bericht über das 7. Lelewel-Gespräch des DHI Warschau am 13. März 2012
    Der Kriegszustand in Polen 1981. Sowjetische Zurückhaltung aus Zwang oder Einsicht?
    de
    CC-BY-NC-ND 3.0
    Neuere Zeitgeschichte (1945-heute)
    Polen, UdSSR und GUS
    Politikgeschichte
    1980 - 1989
    4046496-9 4077548-3 4401075-8 4046514-7
    1980-1982
    Polen (4046496-9), Sowjetunion (4077548-3), Nichteinmischung (4401075-8), Politik (4046514-7)
    PDF document boysen_bericht.doc.pdf — PDF document, 276 KB
    J. Boysen, Bericht über das 7. Lelewel-Gespräch des DHI Warschau am 13. März 2012
    In: Der Kriegszustand in Polen 1981 – sowjetische Zurückhaltung aus Zwang oder Einsicht? Hrsg. von Jens Boysen (7. Joachim-Lelewel-Gespräch, 13. März 2012, DHI Warschau) / Stan wojenny w Polsce 1981 – radziecka powściągliwość z przymusu, czy z rozsądku? Pod redakcją Jensa Boysena. (7. Debata Lelewelowska, 13 marca 2012 r., NIH w Warszawie)
    URL: https://prae.perspectivia.net/publikationen/lelewel-gespraeche/6-2012/boysen_bericht
    Veröffentlicht am: 26.07.2013 16:20
    Zugriff vom: 22.01.2020 19:20
    abgelegt unter: